Band 
Achter Band.
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pageifedern gefütterten Throne getragen, mit einem durch goldeneund silberne Agraffen zusammengehaltenen Fcdcrgewande bekleidetund von Höflingen in nicht minder glänzenden Prachtgewänderngefolgt, hinter ihnen kamen Sänger und Tänzer, zuletzt dreißigtausend Soldaten.

Prunk- und geräuschvoll, unter dem Bcifalljauchzen desVolkes nahte der Zug der Peruaner, indeß in den Reihen derin militärischer Ordnung aufgestellten Spanier ein finsteresSchweigen herrschte. Das Beispiel des Cortes vor Augen,hatte nämlich Pizarro beschlossen, ihn nachzuahmen und Treueund Biederkeit dem Erfolge zum Opfer zu bringen. Der KapellanPater Valverde, einige Schritte vortretend, legte die gewöhn-lichen Gründe ihres Erscheinens dar, die dem Jnca wohl unver-ständlich blieben, bis auf den Schlußsatz der Rede, die Aufforderungenthaltend, Christ und Vasall Spaniens zu werden. Kaum hatteder Jnca mit gerechter Entrüstung auf diesen Vorschlag geant-wortet, als Pizarro, der nur hierauf gewartet hatte, an derSpitze einer Handvoll seiner entschlossensten Leute auf ihn los-stürzte, Alles, was sich widersetzte, niederwarf, ihn zum Gefangenenmachte und eine die ausschweifendste Erwartung überbietendeBeute gewann (19. Februar 1532).

Auf diese Weise überlieferten Treulosigkeit, Kühnheit undUcberlegenheit der Waffen ein mächtiges Reich in die Händeeines Abenteurers, der nicht mehr als 160 Leute und drei Kano-nen bei sich hatte und im Blutbad von 4000 Feinden nicht EinenSoldaten verlor.

Die Spanier, welche nun zur näheren Untersuchung überdas Land sich verbreiteren, wurden kraft der Befehle, die Ataba.lipa zu ertheilen genöthigt war, überall gut aufgenommen undtrafen mit Huascar zusammen, der ihnen auftrug, sie solltendem Pizarro erklären, daß sein Bruder ihr Verlangen nachGold nicht zu befriedigen vermöge, ohne die Tempel zu berauben,er dagegen könne, wofern sie ihn befrcicten, ihnen unermeßlicheSchätze überliefern, da er das Gold seines VarerS verborgenhabe. Hiervon benachrichtigt, ließ ihn Atabalipa ermordenund da er begriffen, wie der Spanier herrschende Leidenschaftder Golddurst, versprach er seinerseits als Lösegeld für sich dasGemach, in dem er sich befand, und welches bei einer Breite von16^ eine Länge von 22< hatte, mit Gold anzufüllen, so hoch seine