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Achter Band.
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zehnt waren sie auf 100,000 zusammengeschmolzen und heutzutageist eS ein fast ganz verödetes Land*).

Von Paraguay verbreiteten sich die Jesuiten nach dem We-sten unter die Lulu, Omaga, Diaguiten, Chirignani, Calguachcn,GuaicuriS, mit wenigem Erfolg indeß. Bessere Früchte ärndtetensie in den Ländern des Uraguay und dcö unteren Panama, wieunter den kriegerischen Stämmen der ChiquuoS, nordöstlich vonParaguay. In, Brasilien zählten zur Zeit der Aufhebung dcöOrdenö ihre sieben Dorfschaften 30,000 Neophyten, die im Jahr

') Ein Engländer. Dr. Gardner, schreibt in „1>ave!s in tlie interiorok Lranil principLili tlirouxlr tlie ^uitlrern provinoes» niul tliexolä anä ainmontl äistriots änrinA tlre ^sars 1836—41.^ (London>846.) „Die Jesuiten haben in der mittleren und unteren Volksklaffeein dankbares Andenken zurückgelassen, welches sich von Vater auf Sohnfortpflanzt. Sie sind überzeugt, daß ihre Aufhebung ein Unglück fürdas Land gewesen und sie reden von ihnen nicht anders als mit einemlebendige» Gefühle der Verehrung und glauben mit Zuversicht an ihreWiederkehr. Die Priester, so an ihre Stelle traten, setzten'das Werk derberühmten Gesellschaft nicht fort. Mehr als ein brasilianischer Jndianer-stamni, der zur Zeit der Zesniten dem wilden Leben entsagt und dasChristenthum angenommen hatte, siel zurück in den traurigen Zustand,aus dem er herausgerissen worden. Welche Motive auch immer demEifer dieser Körperschaft beigelegt werden, so bleibt es doch gewiß, daßsie hier nur beurtheilt werden darf nach ihren guten Werken." „DieJesuiten — los putres ckosuitas oder los santos xatros, wie sie heutzu Tage bei den Indianern heißen — leben noch unbefleckt Und mitEhrfurcht genannt im Andenken der Indianer von Chiquitos. Wennz. B. ein Mann oder eine Frau von hohem Alter von den saotos xatreszu erzählen anfängt, so verstummt eine ganze Versammlung, und Alleshört ihnen ehrfurchtsvoll zu. Die Worte: „Dieser oder Jener kannte dieheiligen Vater, wurde von ihnen erzogen und bediente sie," haben beiden Indianern ebendieselbe Bedeutung, als anderwärts ein Ordensbandoder eine Medaille. In den Kirchen bewahren die Sakristane noch Restevon Kreuzen, Fetzen von Gewändern, Stückchen Holz oder Metall undandere aus den Zeiten der Missionen herrührende Dinge, gleich Reli-quien, mit einer Sorgfalt und einer Ehrfurcht auf, die an Schwärmereigränzen. Diese Reliquien sind in einer Unzahl von Papieren und Lap-pen eingewickelt und werden in den Ecken der besten Schubladen auf-bewahrt. Ich war so glücklich, mehrere dieser Heiligthümer zu sehenund zu berühren, während der dabei stehende Indianer kaum zu athmenwagte, aus Furcht, sein sündiger Athem möchte die heilige Reliquiebeflecken." Bach, a. a A.

D. B.