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testantische Missionäre ins Land zu bringen suchten, und opfertebei einem ihrer Einfälle (1724) für die Rettung seiner HeerdedaS eigene Leben. ES wagten sich die Missionäre furchtlos unterjene Irokesen und Huroncn, die nur durch reichere ErfindungS.gäbe ihrer Grausamkeit über wilde Thiere hervorragten. PaterIaequeS, zuerst hier angekommen, fand den Tod als Märtyrer;seinen Nachfolgern gelang eS, diese Wilden Frankreich geneigt zumachen, dem sie dies Land bewahrten trotz der schlechten Admi-nistration und der geringen Fürsorge. Man achtete sie daselbstals die „Männer des Gcbeteö"; die Wilden meinten, sie stündenin Verkehr mit dem höchsten Wesen und seien vertraut mit denZauberkünsten. Besonders machte die Strenge ihres Cölibats,daß man sie alS über die Sterblichen erhaben betrachtete. AlsMitarbeiterinnen beim heiligen Werke kamen die Ursulinerinnenund ihre keusche Frömmigkeit ließ sie für himmlische Wesen gel-ten. Nach ihrer Bekehrung erforderten, gleicherweise wie ihrefrühere Barbarei, übertriebene Bußübungen, denen die Irokesensich überließen, neue Anstrengungen, solche zu mäßigen.
Dann und wann überfielen die noch unbekchrten Wilden dieKolonien und richteten ein Blutbad an; alsdann beeilte sich derMissionär, die Sterbenden zu taufen und loszusprechen bis zumAugenblicke, wo er selber starb. Einmal erhoben sich die Jroke-sen und zogen sengend und brennend bis nach Quebeck. PaterLamberville blieb auf seinem Posten und seine Ucberredungerlangte einen Waffenstillstand; sodann brachte er, wie er vomGouverneur darum ersucht worden war, die Aufständischen dazu,Gesandte abzuschicken. Diese wurden festgenommen und in Fesselnnach Frankreich geschickt. Lamberville, an dieser Treulosigkeitdurchaus unbcthciligt, stand in der Hand der Wilden und hieltsich für verloren. Die Irokesen zwar, obgleich sie ihm schwereVorwürfe machten, ließen sich doch von seiner Unschuld überzeugen;dessen ungeachtet aber hielt er eS für räthlich, sich zu entfernen,bevor die Rache des erzürnten Haufens an ihm sich Luft machte.
Nach der Kirchenspaltung harten die Missionäre andere Ge-fahren zu befürchten, daS Zusammentreffen mit den Protestantennämlich, die für die Intoleranz, die sie zu erdulden hatte», wiedermit Intoleranz vergalten. Nahe an vierzig Jesuiten, die sichnach Brasilien eingeschifft, wurden von dem Calvinisten IaequeSS ouriv gefangen genommen und mitten im Meere unter schauer-vollen Qualen und grausamem Gespötts massakrirt.