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bei gutem Muthe ;u erhalten wußte. Inzwischen begann aberdie Regenzeit, und er war gezwungen, auf Rückkehr zu denken;dieses abermalige Scheitern brachte ihn um jeden Kredit in sei.nem Vaterlande und führte dahin, daß ihm als Hochverrätherder Prozeß gemacht wurde.
Auch die Franzosen dachten daran, in diesen Gegenden Ko.lonien zu begründen; sie ließen sich auf Cayenne — einer Inselvon fünfzehn Stunden im Umkreis im Angesichte des Festlandesund leicht zugänglich, doch unfruchtbar und ungesund — nieder.Die Franzosen waren hier, nachdem die Spanier diese Inselentdeckt hatten, im Jahr 1604 gelandet, fanden aber von Seitender Caraiben solchen Widerstand, daß sie das Unternehmen auf.gaben. Mehrere Kaufleute von Rouen vereinigten sich zu einerGesellschaft (1634) und übernahmen die Kolonisation der Insel;allein die abgeschickten Leute wurden gleichfalls von den Caraibenermordet, und die Gesellschaft löste sich auf. Es bildete sich eineandere von sieben. biS achthundert Parisern; aber Abbe Mari.vault, der sie führte, ertrank bei der Einschiffung; Roiville,der an seine Stelle trat, wurde unterwegs ermordet; die andernHäupter stellten einander nach dem Leben, und man erachtete esfür ein großes Glück, daß etwa dreihundert von ihnen, die denSchwertern ihrer Gefährten und den Pfeilen der Caraiben enr.rönnen waren, nach Cajenne sich flüchten konnten.
Diese Kolonie prosperirte niemals, trotzdem die Gewürznelkeund Muskatnuß daselbst reiften und der Kaffee, den man vonSurtnam dorthin gebracht, der beste Amerikas wurde. Zuerstbeunruhigten die Engländer die Bewohner und vertrieben sie vonder Insel (1667). Dieselben kehrten indessen zurück, und ihreZahl vermehrte sich. Ludwig XV schickte (1763) eine Koloniedorthin ab, und zeichnete sich dabei aus durch die Unbedachtsam.keit, mit welcher er jene Unglücklichen durch Hunger, Leidenund Krankheiten umkommen ließ. Späterhin erinnerten sich dieRevolutionsmänncr Frankreichs der in Cajenne erduldeten Qua.lcn und deporrirten dorthin jene von ihren Opfern, denen sie denschnellen Tod auf dem Blutgerüste nicht gönnten.
Auf Guyana suchten seiner günstigen Lage zwischen den bei.den Amerika wegen, indem es auf der einen Seite Brasilien,auf der andern den Antillen nahe, die verschiedenen Mächte Fußzu fassen, und neben den Franzosen waren da die Holländer inSurinam, Engländer in Demerary und Essequebo, Spanier am