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Zehnter Band.
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der Friede an diesem Punkte haften sollte, so kann man einUebrigeS thun und sich zu einer gewissen Summe auf Termineverstehen.

Tod Ferdinand II. Sein Charakter.

Die tröstliche Beruhigung, welche ihm die gesicherte Nach-folge seines Sohneö und die rinmülhig patriotische Haltung derKurfürsten gewährte, verschönte die letzten LebenSmomence KaiserFerdinands. Bald nach der Rückkehr von Rcgensburg er-krankte er und starb am 15. Februar 1637, im 59. Jahre seinesAlters. Auf dem Todbette betheuerte er, daß er bei allen seinenHandlungen nur die Ehre GottcS und das Wohl der Kirche vorAugen gehabt habe, und in dieser Gesinnung bis ans Ende be-harren wolle, daß er aber auch wohl wisse, zur Seligkeit sei dieGnade Gottes von Nöthen, und denen gebühre das Wehe, welchederselben entbehren zu können glaubten. Ferdinand war, wiesein Beichtiger bezeugt*), einer der besten Menschen, die je aufeinem Throne gesessen, ein zärtlicher und treuer Gatte, ein guterVater und ein nachsichtiger Gebieter, zugänglich selbst für denGeringsten seiner Unterthanen, für jeden Bedrängten reich anMitgefühl und Hülfe; als Regent unermüdet in der Erfüllungseiner Pflichten, demüthig und gemäßigt im Glück, standhaft imUnglück, und so wenig eigenwillig, daß er es sich zur Regel ge,macht hatte, wenn die Mitglieder seines StaatürathcS andererMeinung als er waren, den Beschluß nach ihren Stimmen fassenzu lassen. Von seiner eigenen Hand fand man niedergeschrieben:Er hasse im Rathe die stummen Hände, eö gefallen ihm diesem,gen nicht, welche sich durch anderer Leute Ansehen zu einer Mei-nung bewegen lassen, er liebe diejenigen, welche frei, offen undtreuherzig, mit gebührender Bescheidenheit ihre Meinung heraus,sagen. ES war sein Grundsatz, daß der Zweck aller wahrenKlugheit und Staatskunst nur der sei, die Ehre Gottes zu er.halten und zu erweitern. Vor Allem müsse darauf gesehen wer-den, diese keinen Schaden leiden zu lassen; dann erst sei daöUebrige in Ordnung zu bringen. — Ferdinand 11 entwickelteals Mensch und als Herrscher hochlöbliche Eigenschaften; werwar ihm gleich an Standhaftigkeit in der Noth, an Mäßigungund Demuth bei raschem Glückswechsel? Die Fremdlinge, welche

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