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und Ungarn erwählt; erschloß mit Bajazid 11 den ersten Ver.trag zwischen den Polen und den Türken. Als er wenig bedauertstarb (1492), folgte ihm sein zweiter Sohn Johann Albert,dessen Nachfolger hinwieder sein Sohn Alexander, Großfürstvon Lithauen, war (1501). So geschah die Vereinigung diesesLandes, unter Beibehaltung seiner eigenen Gerichte, Rechte undPrivilegien, mit Polen.
Alexander I. 1S01.
Alexander war Freund und Förderer der Wissenschaften,aber der Adel legte seiner Großmuth Zügel an und beschränkteden königlichen Einfluß auf die Justiz und die Politik. Unterseiner Regierung war es den Adeligen untersagt, Bürger einerStadt zu werden oder Handelsgeschäfte zu treiben.
Bereits Kasimir IV hatte sich stets in offenem Krieg oderdoch in feindseligen Beziehungen mit Rußland befunden, welchesnicht vergessen konnte, unter welchen Umständen Lithauen ausseiner Demüthigung Vortheil gezogen hatte und nach der Wieder,erlangung von Westrußland, der Ukraine und Severien strebte.Iwan 111, welcher einen offenen Bruch mit Kasimir vermie.den hatte, griff Alexander an, alS er noch blos Großfürst vonLithauen war und riß mehrere Provinzen davon ab. Die regel.mäßige Abtretung anderer Theile Lithauens erlangte er durchden Vertrag von Moskau (1494), worin er als Selbstherrscheraller Russen anerkannt wurde; er vermählte sich mit einer Toch.rer Alexanders. Allein er war ebenso eifriger Anhänger desgriechischen RicuS, wie Alexander Gegner desselben war. InFolge dessen schlugen sich viele Lithauer zu Iwan, der vermit.telst eines Krieges auch Severien erlangte. Alexander ver.band sich mit Walter von Plettenberg, dem mächtigsten derGroßmeister dcS deutschen Ordens; allein die glänzenden Siegedieses tapfern KriegerS hielten Rußland nicht ab, zur Zeit desfünfzigjährigen Waffenstillstandes, unter päpstlicher Vermittlunggeschlossen (1505), den Tribut zu fordern, welcher von Altersher der Kirche zukam. Nachdem Polen 1117 geographische Mci-lcn verloren, blieben ihm damals 7838 und Lithauen 11097geographische Meilen, also ein größeres Gebiet, als Frankreichund Spanien zusammen. Große Waldstrecken waren gerodet undfruchtbar gemacht worden, die Getreideausfuhr lieferte reichenErtrag; allein der auf den Bauern lastende Druck ließ keine