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russische Kronprätendenten auftraten/ ward von SigiSmundunterstützt. 60,000 Polen, 8000 zaporogische Kosaken belagertenMoskau und SmolenSk. SigiSmund hatte nicht zum Zwecke,einem Betrüger, sondern seinem Sohne WladiSlauö die ruf.sische Krone zu verschaffen, und wirklich ward er in Moskauzum Czar ausgerufen (1610). Indeß, da er hätte zur griechi-schen Kirche übertreten müssen, schickte ihn sein Vater den Rus-sen nicht zu; er nahm jedoch Smolcusk ein, dessen 80,000 Ein-wohner nach der langen Belagerung auf weniger als 10,000zusammengeschmolzen waren. Seine Absicht war, diesen Platz ab-hängig von Polen zu machen; die Russen aber unterwarfen sichdem polnischen Joch nicht, erhoben sich und richteten unter denPolen ein großes Blutbad an. Die Überlebenden zündetenMoskau an, erschlugen viele Tausende von Euiwohncrn und raff-ten reiche Beute zusammen. Die Kosaken verheerten das Innerevon Rußland. Endlich ward eine Waffenruhe auf vierzehn Jahregeschlossen (1618), wonach die Polen SmolenSk, Czcrnikow undSeverien behielten.
Auch die Türken, erbittert über die unaufhörlichen Einfälleder Kosaken, bansen mit Polen an. Sultan Oöman H griffan der Spitze von 400,000 Mann die Polen in der Molbau an,allein Seuchen und Zuchtlosigkeit, noch mehr alö die Kämpfe,rafften die Türken hinweg. Und im Frieden von Cboczim (1621)ward festgesetzt, daß Polen vor den Tarraren, die Türkei vor denKosaken gesichert sei, die Pforte aber den Fürsten der Moldauernenne der ftetS ein Christ sein solle.
Schwieriger war mit Schweden zu einem Abkommen zu ge.langen, da, abgesehen von dem Streite wegen Esthland, SigiS-mund seine Ansprüche auf die neue, von Gustav Adolf ge.iragene schwedische Krone nicht wollte fahren lassen. Der letzterebetrat Lievland, den Schauplatz und Gegenstand dieses Krieges,mit auserlesenem Fußvolke, und der Steg fesselte sich an seineFersen. Er trug sodann den Krieg nach Preußen hinüber, undseine Truppen kamen auf ihren Streifzügen bis nach Warschau.Die Oesterreichs unterstützten Polen, um Gustav Adolf zubeschäftigen, allein die Wallensteinschen Truppen hausten übelim Lande, Seuchen und Hungersnoth kamen hinzu, und so drangder polnische Adel auf Friede. SigiSmund sah ein, daß dieösterreichische Hülfe nicht ausreiche, um den Krieg mir Erfolgweiter zu führen; Gustav Adolf andererseits verlangte dar-