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In Folge eines Duells fioh er nach Sicilicn, wo er sich beimHerzoge von Ossuna, der damals Vicekönig war/ aufhielt/ bisdieser ihm seine Rückkehr vermittelte; nach Italien zurückgekehrt,ward er in Neapel Ftnanzminister, aber der 1620 erfolgte Sturzseines Gönners riß auch ihn mit sich/ indem er auf sein ErbgutTorre de Juan Abad verwiesen wurde. Er starb/ nachdem erkurz vorher noch unschuldig eine vierjährige strenge Haft zu be.stehen hatte/ des Lebens überdrüssig/ im Jahre 1645. Bestrebt/den gesammelten Schatz von Kenntnissen wieder nach außen zuproducircn, versuchte er sich als Schriftsteller in gar vielen Fä.chern/ von der Gottesgelahrthett und Weltweisheit an bis zu denGeschichten des gemeinen Lebens und den Zigeunerromanen. VonGedichten hat er/ so viel wir wissen, selbst unter seinem Namennichts herausgegeben, außer denjenigen / welche in seinen schwachenUcbcrsetzungen aus dem Epiktet und Phocylidcs vorkommen. —Außer Romanzen, Gesängen, Oden, Elegien, Sendschreiben,Satyren in jeder Art, Idyllen, Fünfzeilen und Rundreimcn, diein großer Menge vorhanden sind, dichtete er komische Sonette,eine Nachahmung der italienischen dieser Art, welche zu denbesten spanischen gehören und eine Bitterkeit besitzen, die manselten mit so viel Witz vereinigt findet. Auch einige seiner leich.teren Romanzen stehen unter den vorhandenen dieser Art obenanund fünfzehn, welche er in der rohen Mundart der Zigeuner ge-schrieben hat, machen seit jener Zeit das Entzücken der niederenStände seiner Landsleute aus und werden fortwährend nebstandern Volksliedern durch ganz Spanten von Bauern und Sol-daten zur Guitarre gesungen. — Quevedo's Hauptwerke, aufdenen sein Ruhm im In. und Auslande vorzugsweise ruht, sindin Prosa. Sie bestehen in einer Abhandlung über die „GöttlicheVorsehung" mit einem Versuche über die Unsterblichkeit derSeele; desgleichen über Gottes StaatSkunst und Christi Regie,rung (Ualilien äo Dias v Kobierno äs (Nristo), über daS„sümpfende Leben eines Christen", Lebensbeschreibungen des hei.ltgen Paulus und deS heiligen Thomas von Villanova rc. Siegehören, wie schon ihre Titel zeigen, eher der GotteSgelahrtheitund Weltweisheit an, als der schönen Literatur. Dennoch ver.rathen sie zuweilen den Geist und die Schreibart, die seine ern.sten Dichtungen auszeichnen, gleiche Freude am Glänzenden,gleiche Uebcrlriebenheit und Ausschweifungen, nebst gelegentlichenlehrreichen Stellen voll Würde und Beredsamkeit. Außer diesen