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nügend und man erhob den Anspruch, die AuSsprüche der Dok-toren mit der „Originalhandschrist GotteS", d. h. mir der Weltund Natur , zu vergleichen. Der Spanier Luis Vives (veeorruM« nrtibus ei truckenäis liiseipiini«) griff die Scholastikim Namen der menschlichen Wissenschaften an; EraSmuSfolgte diesem Beispiele und suchte die barbarischen Argument«,tionsformcln durch eine klare und elegante Besprechung zu ver-drängen. Luther, welcher die Scholastik für die Grundlagedes Katholizismus, wenigstens für etwas demselben sehr Wesent.licheö hielt/ ereiferte sich mit der ihm eigenen Heftigkeit gegenAristoteles, und wurde dabei von Melanchton unterstützt, derjedoch in seiner Initin äoetiinne voller Astrologie und
Vorurtheile, als Anhänger der alten Methode sich erwies.
Peripateiiker.
Durch die sich ausbreitende Kenntniß des Griechischen er-langte man bessere Ausgaben des Aristoteles und somit denSchlüssel zu seinem vollkommener» Verständniß. Man lerntejetzt auch den Alexander auö Aphrodisias kennen, dengeschätztesten Ausleger des PeriparetikerS, schlechthin der Exegetegenannt, und eö theilten sich die Anhänger dcS Aristoteles inzwei Parteien: neuere Alexandreer oder Schüler jenes Exegeten,welche mit ihm daS Dasein der Seele leugneten, und Anhängerdes Averroes, der die Unsterblichkeit der Seele glaubte, obgleicher dieselbe mcht für ein individuelles Wesen mit eigenthümlicherNatur und Selbstbewußtsein hielt. Zu den Erstern gehörtP. Pomponazzi auö Mantua, Sim. Porla auö Neapelund Ces. Cremonini. Andr. Cesalpino neigte sich demPantheismus zu; er behauptete, gleich wie dle Insekten auö derFäulniß entstünden, entwickele sich alles ohne Keim im Zeitpunkteder größten himmlischen Wärme. Ihn widerlegte NicolaTorello aus Montbeliard, Professor zu Altdorf, in einerSchrift, in welcher bis zum Titel hin*) alles Uebertreibung ist.Wir erwähnen der Sache nur, um zu zeigen, wie die Systemeder in ihrer Einbildung so großen Philosophen deö 18. Jahr-Hunderts nur dürftige Stoppeln aus den Ernten einer Zeitwaren, die zu verachten sie sich die Miene gaben.
Osae (Anspielung auf den Namen), Itoo sst n. 6es»lxlnimonstrosa et snperba Noxmatu aisenssu et ereusa.