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vielfach commentirt wurde; dagegen wurden seine Paraphrasenüber die Psalmen über Verdienst gepriesen; er verfaßte auch eineGeschichte Schottlands.
Griechische und lateinische Schriftwerke waren zu jeder Zeitvorhanden gewesen und von dem eifrigen Studium der letzter«zeugt der Styl' mehrerer angeführten Schriftsteller. Die Philo-logie hatte mit Gemüthsruhe in den Klassikern geforscht und andem Ausbau der Grammatik gearbeitet, als die Reformation denKatholiken ein Studium verdächtig machte, das in die GebietedcS Glaubens cingriff und die Protestanten die zum Verständnißdes Alterthums nöthige geistige Freiheit vermissen ließ. Einberühmter Kamps wurde geführt zwischen den Jotacisten unterReuchlin und Melanchlhon und den Ethisten unterEraSmus über die Aussprache des Griechischen. Viele grie-chische Schriftsteller edirten Frobenius und Badius AScen-siuS; ähnliche Verdienste erwarben sich Vittorius (klarVettori), Lambinus, TurnebuS, Silburgius, Lipsius,GrotiuS, Fabriciuö; Keiner übertraf den Jsaak Casau-bon aus Genf in der Konjckturalkritik der Texte; des RobertEstienne Dtiesnurus beförderte die richtige Schreibweise, unddie Oommentnrli linAuse Arnaene des Budeus, obgleich ohneOrdnung, erklären den Sinn der Worte, insbesondere der juri-dischen Ausdrücke.
Aldus Manuziuö berichtet, daß die römische Universitätvon Zuhörern verlassen gewesen sei, denn die lebenden Sprachenhätten ihre natürliche Stellung eingenommen, die klassischenSprachen seien nur noch Gegenstand der Reugierde. Dagegenerkennt Melanchthon, wie sehr das Studium der Alten noth.wendig sei, um die Theologie vor einem zügellosen Enthusiasmuszu vertheidigen; und so entstanden die neuen Hochschulen Mar.bürg (1524), Kopenhagen (1539), Königsberg (1544), Jena(1548). — Man kann sagen, daß durch die Reformation diewahre Philologie aufkam, von welcher Theodor Deza schrieb:„Da die von Gott gesetzte Zeit, seine Auserwählten aus dem
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