Band 
Zehnter Band.
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scher Sprache einen Dialog über die historische Kunst/ das ersteneuere Werk über diesen Gegenstand; aber er hielt sich nur andie Rhetorik/ und machte aus der Geschichte eine Art Poesie(üistoriaMu pvolienm pvnv soiutniu 0886 ijnniistrun). Demgemäßbemerkt er/ daß LiviuS mit einem catalectischen daktylischenTetrametcr (k'netnr,i8N6 oporuo pretium) und Sall» st miteinem spondäischen Hexameter (bollum 8eripturu8 8um, «juoäP0jiulu8 I0MNNU8) beginnt/ und vergleicht Stellen aus diese»Schriftstellern mit andern aus Virgil. Mit größerm Rechte dringter auf Kürze im Ausdrucke und Lebendigkeit des Stylö/ obwohl erhinwieder rücksichtlich der Darstellung von Einzelheiten/ Lebensver.hälrnissen/ Reden und in Ortsbeschreibungen daö Maß überschreitet.

Francesco Patrizi (1529-97) stellt ebenfalls die Ge.schichte mit der Poesie zusammen in zehn Dialogen/ die mit lang.weiligen Digressionen angefüllt sind. Nach ihm beruhte mirAusnahme der heiligen Schriften die Geschichte dcS Alterthumsauf allzugroßer Ungewißheit/ während die der neuern Zeit ohneFreiheit geschrieben ist; der ganze Unterschied zwischen einemGeschichtschreiber und Dichter läuft ihm darauf hinauS/ daß derErstere sich an Ort und Zeit bindet. Einen entgegengesetztenWeg verfolgte Baudoin in seinen historischen Prolegomeneii/der die Geschichte in ihren Beziehungen zur Rechtswissenschaftund Politik betrachtet und dieselbe von der Poesie durchaus ge.schieden wissen will. Die Aufgabe der Geschichte sei eine in-struktivc und sie erniedrige sich/ wenn sie unterhalten wolle.Sie dürfe nicht dramatisch/ vielmehr müsse sie pragmatisch seinund alles in den Bereich ihrer Betrachtungen ziehen/ was denStaatsorganismus betrifft/ Gesetzgebung/ Geographie und selbstStatistik.

Die historischen Vorschriften/ welche Foglietta in seinerEinleitung zur Geschichte Genua'ü, und Viperano in seiner»Geschichtschreibung" (Da 8ciii)6Nt1kr 1ri8toriu) gibt/ sind trotzaller Belobung von Seiten Tiraboscht'S nur Lächerlichkeitenund Plagiate. Auf gleiche Weise erhebt dieser den AugustinMascardi/ der um 1630 zu Rom eine Abhandlung über diehistorische Kunst veröffentlichte/ welche eine fast knechtische Ueber-sctzung der rri8 Kalorien des Ducci auö Ferrary/ die 1604erschienen war.

Antonio Possevino (1534—1611)/ zuerst Hofmann/ so.dann Jesuit/ in welchem Stande er namentlich in Angelegen.