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einen Impuls, der ibn zum wahren Gründer der neuen Astro-nomie machte, erhielt*), so wollte überhaupt die Kirche niemals,auch in der durch Galiiei's Schriften angeregten Untersuchung
*) Hat das Verhalten des heiligen Stuhles gewechselt, so ist dies blos dem
wechselnden Werthe der astronomischen Lehren zuzuschreiben.Die
Sternkunde, wie Copernicus sie vorfand, war nicht im Stande,jene genauen Regeln zur Verbesserung der Zeitrechnung zu liefern,deren Bedürfniß gerade damals tu Rom, wo mau sich mit der Ver-besserung des Kalenders beschäftigte, in so hohem Grade fühlbar war.Copernicus wurde in Anspruch genommen und gelangte zu jenem Sy-stem, welches die Basis genauer Berechnungen zur Entwertung derhierauf bezüglichen Tafeln ward. Sein Buch, Papst Paul III dcdicirt,war in Rom, wenn auch nicht geschrieben, so doch gut bekannt undvon berühmten und gelehrten Männern gelobt. 70 Jahre nach demTode des Copernicus wurde bei Gelegenheit der Entdeckungen desGalilei und des großen Aufsehens, welches derselbe erregte, das Buchdes Copernicus auf Befehl des heil. Stuhles geprüft. Es ward aner-kannt, daß darin viel Nützliches für die bürgerliche Gesellschaft ent-halten sei. Allein die Bewegung der Erde, welche in diesem Systementwickelt war, wurde blos als astronomische Hypothese vorzutragen ge-stattet, weil weder Copernicus noch Galilei so weit gekommen waren,daß sie die richtige Kenntniß der Schwere der Luft hatten, Sie hattendeshalb eine Bewegung der Erde durch die Luft angenommen, woraussich unleugbare Widersprüche ergaben, die bereits der alte PkolemäuSnachgewiesen hatte, und diese ihre Lehre mußte nothwendig für falschund der heiligen Schrift widersprechend erkannt, und als solche erklärtwerden. Deshalb mußte Galilei, der die ihm gewordene Warnung nichtachtete, und den Befehl, diese Lehre nicht vorzutragen, überschritt, die-selbe abschwöre». Später, nach seinem Tode, wurde die Schwere derLust entdeckt und richtig gewürdigt. Nun konnten die spätern Astrono-men die Lehre von der täglichen und jährlichen Bewegung der Erdevon jenen physikalischen, wahrhaft absurden Widersprüchen in Beziehungaus die Erscheinungen aus der Erde reinigen, Sie thaten dies wirklich,fügten neue Beweise hinzu, verbanden damit Verichligungeu, und sowurde es immer Heller in der Astronomie, und die anfänglich nur alsHypothese gestellte Meinung im Lause der Zeit immer stärker und immerallgemeiner angenommen; sie erhielt eine immer vollständigere Be-gründung, und endlich wurden, in unsern Tagen, die alten Verbotegänzlich aufgehoben, — Daß Copernicus die Aufforderung, sein Werkzu schreiben und herauszugeben, in Rom und von Rom erhielt, erhelltzunächst aus dem Briefe des Dominikaners, Kardinal NicolansSchonberg, der demselben vorgedrnckt ist. Er ist aus Rom voml. November t536 datirl, und es heißt dort: „Da ich vor einigen Iah -