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schaft wurden jedoch erst von Guido Ubaldo, Marcheft delMonce (1600) gut und systematisch entwickelt.
Der englische Arzt William Gilbert/ welcher nach FraPaolo Sarpi der Einzige ist, der neben Vieta im 16tenJahrhundert etwas Neues geschrieben, stellte in seiner Abhand.lung Vli^iolvAin novu äs ^lsAnsts (1600) Theorien auf, welchenachmals wieder zur Geltung gelangten. Die Hypothese vomErdmagnetismus gehört ihm gänzlich.*)
*) „Der von Galilei wegen seines Scharfsinns so bewunderte Mann ahndetvieles von dem, was wir jetzt wissen. Er hält Magnetismus undElekiricität für zwei Emanationen der einigen, aller Materie inwohnen-den Grundkraft. Er behandelt daher beide zugleich. Solche dunkle,auf Analogien gegründete Ahndungen über die Wirkung des heracleischenMagnetsteins auf das Eisen und die Ziehkrast des, wie Plinius sagt,durch Wärme und Reibung beseelten, Amber gegen dürre Spreu ge-hören allen Zeiten, der ionischen Naturphilosophie wie den chinesischenPhysikern an. Dem Gilbert ist die Erde selbst ein Magnet, und dieCurven gleicher Abweichung und Neigung hangen in ihren Jnfferionenvon der Massenvertheilung oder Gestaltung der Continenke von der Formund Ausdehnung der tiefen dazwischen liegenden oceanischen Becken ab.Die periodische Veränderlichkeit, welche die drei Hauptformen der mag-netischen Erscheinungen (die isoklinischen, isogonischen und isodynamischen)charakkerisirt, ist mit diesem starren System der Kraft- und Maffenver-theilung schwer zu vereinigen, wenn man sich nicht die Ziehkraft dermateriellen Theile durch ebenfalls periodische Temperatur-Veränderungenim Innern des Erdkörpers modifizirt vorstellt. - In Gilberts Theoriewird blos, wie bei der Gravitation, die Quantität der materiellen Theilegeschätzt, ohne auf die specifische Heterogeneität der Stoffe zu achten.Dieser Umstand hat seinem Werke, zu Galileis und KepplerS Zeit, einenCharakter kosmischer Größe gegeben. Durch die unerwartete Entdeckungder Rotarions-Magnetismus von Arago (1825) ist faktisch be-wiesen worden, daß alle Arten der Materie des Magnetismus fähig sind;die neuesten Arbeiten von Faraday über die diamagnetischen Substanzenbestätigen, unter besondern Bedingniffen der Meridian- oder Aequatorial-Richtung, des festen, flüssigen oder gasförmig-unwirksamen Zustandesder Körper, jenes wichtige Resultat. Gilbert hatte einen so klaren Be-griff von der Mittheilung der tellurischen Magnetkraft, daßer bereits den magnetischen Zustand von Eisenstangen am Kreuz alterKirchthnrme dieser Einwirkung der Erde zuschrieb." —Humboldt,Kosmos, II.