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Zehnter Band.
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Insbesondere war es Johann Wier, erster Arzt des Her.zogs v. Cleve, welcher die Vorurtheile seines Jahrhunderts mitUnerschrockenheit angriff*)/ indem er den Trug enthüllte/ dieals Wunder betrachteten Thatsachen auf natürliche Art erklärteund den Kaiser anging/ das unschuldige Blut irregeführter Wen-schen zu schonen. Er leugnet die künstliche Erzeugung von Thie.ren/ die Heilung von Krankheiten durch magische Mittel/ be.hauptet/ daß der Alp nur von zu dick gewordenem Blut herrühreu. s. w. ES gebe wohl Verblendungen deS Teufels, sagt er,aber wer ihnen unterliege, sei nicht dessen Genosse, sondernOpfer. Dieses Werk machte viel Aufsehen und fand mächtigeGegner, sowohl unter den Protestanten wie den Katholiken.Es sei von denselben nur König Jakob von England mit seiner„Dämonologie" und der bekannte Jean Bodin erwähnt. Dieserstellt 14 Klagepunkte auf, kraft welcher die Hexen zum Scheiter-Haufen verdammt wurden: Gott verleugnen, ihn lästern, denTeufel anbeten, ihm Kinder opfern, ihm solche vor der Geburtweihen, ihm Anhänger versprechen, schwören im Namen deSTeufels, Blutschande begehen, Menschen umbringen, um ste zubraten und zu verzehren, sich nähren von den Leichen Erhäng,ter, Tödten durch Gift und Zaubereien, Früchte und Vieh ver.derben, Buhlschaft treiben mit dem Teufel. Schon das geringstedieser Verbrechen, sagt er, verdiene den grausamsten Tod. Ihmtraten Ioh. Georg Godelmann ( ve inuZis, vonostcis etL-amiis) und Martin Bier mann cke lUÄAieis uctio-

nibus) entgegen; allein unter den Verfechtern des unseligenWahnes trat als der Bedeutendste der flämische Jesuit Mar»tin Delrio **) auf. JustuS Lipsius nennt ihn dasWunder seines Jahrhunderts***), und Manzoni sagt, seine

ve xreostixüs äsoinonum et In eantatlonibus so veneüoHs, libr. VI.— silier apoloAetions, pseuckomonarelün äsemonum. — vs I.smiis.Basel, 1564.

visguisitionum inaxioarum III,ei IV etc., qulbus oontinetar aeonrataourlosnrnm artinm et van^rum suxsrstltioiuim oantlltstio, utills tlieo-logis, jlli'is eonsllltis, meckiois. pliiloloxl«. Lyon, 1612, und andereAusgaben.

««») Der nämliche sagt von diesem Werke: Hie pur«, et Ii>>uickL omni»; kieveoeaa. XuI>L guse tlmeas oplnlonnm. In der Erlaubniß der Obern istgesagt, daß diese Bücher stnd xravium «lootorum, tliooloxorum )uäi«Ionxprobatos; und der Censor billigt ste, weil ste nichts enthalten, gnoelesttwliow Läei säversetnr.