XXIX
mählde der entsezlichsten Sklaverey. Diesen Beyspielenkönnte man noch hundert andere beyfügen. Allein allediese Schriftsteller liessen das Veilchen unbeachtet, das amWege blühte, um in naturwidrigen und herzlosen Sophi-stereyen Dornen und Disteln zu suchen. Keiner von allenhat die Perle ergriffen, keiner die Wahrheit, die sichihm von selbst darbot, festzuhalten und zu entwikelnversucht.
Nun wohlan! dachte ich, wenn keiner es gethan hat,so sollst du es thun, und eben las ich irgendwo den Spruch/der mir wie eine höhere Stimme auffielt quod manet
infectum nisi tu confeceris, ipso mandatum a sum-mo tu tibi crede Deo. Was Gutes slllf Erden unter-bleibt , wenn es nicht von dir geschieht, das stehe du alseinen Ruf von Gott selbst an. Umsonst oder blos zudeiner Freude hat er dich nicht so wunderbar auf dieseEntdekungen geleitet, vielleicht dich zu seinem Werkzeugauserwählt, um der Schlange des JakobiniSmus denKopf zu zertreten, und auf den Trümmern von Menschen-Grillen die Ehrfurcht für seine Macht und sein Gesez her-zustellen. So sey fortan dein Leben diesem Unternehmengewidmet, in ihm allein stehe deines Daseyns Werth undZwek. Der Zeitpunkt dazu scheint nicht so ungünstig, umhie und dort doch offene Ohren zu finden. Unser un-glüklicheS Europa ist der revolutionären Irrthümer undihrer Folgen müde, ste find bereits um ihre Ehre gekom-men, die Welt bedarf einer bessern Doctrin, mit derendie Gelehrten sich befriedigen, und an welche sich. alle