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ren, ohne wechselseitige Hülfleistungen, ohne Hausher-ren, Anführer und Lehrer oder ohne Vereinigung vonallem diesem gegeben? Sie wollen Philosophen, Freundeder Weisheit seyn und wissen nicht, daß jede allgemeineErscheinung auch eine allgemeine Ursache voraussezt, daß«in Vernunftschluß, den die ganze Natur bestätiget, Wahr-heit ist, und daß hingegen eine Hypothese, die von ebendieser Natur widerlegt und verworfen wird, in die Classeder Grillen und Phantaömen gehört.
Ist es endlich an dem, daß diese so einfache Wahr-heit bisher von den Gelehrten nicht erkannt worden sey?ES wäre sich zwar darüber sogar sehr nicht zu verwun«deren, denn das einfachste, das vor Augen liegende wirdimmer zulezt bemerkt und selten aufgefaßt, weil es nichts neuesund auffallendes an sich hat. Aber nein! die Autori-tät aller Weisen stimmt hier mit der Vernunft und derallgemeinen Erfahrung überein. Wenige Wahnsinnigeausgenommen, haben fast alle Philosophen natürlichegesellige Verhältnisse anerkannt und nur darinn gefehlt,daß sie ihr Wesen nicht tiefer erforschet und die Natur inin ihrem Gange nicht weiter verfolget haben. ES sagtenschon die Lehrer und Propheten der Ebräischen Nation:„der Herr habe beyde die Kleinen und Großen gemacht; IJ >„in allen Landen habe er Herrschaften geordnet." Alledie häufigen und durch ihre Zusammenstellung so klaren
uj Man kann in vielen Wissenschaften sagen: »Gott habe die»Wahrheit verborge» den Weisen und Klugen, und habt»sie geoffenbart den Unmündigen. Luc. X. si,
n) B. der Wcish. VI.
13) Sirach xvii. 14,