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LcS einen oder das Bedürfniß des andere» aufhört, der.Grund der Herrschaft oder der Dienstbarkeit wegfällt, sokönnen sogar die Subjekte wechseln; es kann der Freyedienstbar und der Dienstbare frey, der Mächtige schwachund der Schwache mächtig werden, aber nie ist es alle»Menschen gegeben zu gleicher Zeit und in gleichemGrade frey zu seyn. Herrschaft und Abhängigkeit, Frey-heit und Dienstbarkeit sind zwey durch die,Natur geschaffenean und für sich unzerstörbare Correlata, s« lang die Men-schen nicht mit gleichen Fähigkeiten und gleichen GlükSgü-tern werden ausgestattet seyn, sondern durch wechselseitigeBedürfnisse von einander abhängig sind. Kein Freyer kannohne Dienstbare, kein Dienstbarer ohne einen oder mehrereFreye bestehen, kein Herr ohne Diener, kein Diener ohneHerren gedacht werden; eines ftzt das andere nothwendigvoraus, die Personen können änderen, aber die Sacheselbst ist unzerstörbar. Alle Freyheit von der Erde zu ver-tilgen oder alle Dienstbarkeit aufzuheben, alle Mensche«gleich unabhängig oder alle gleich abhängig machen zu wol-len : sind daher beydes naturwidrige, unmögliche, sich selbstwidersprechende Unternehmungen. So ist also die mensch-liche Gesellschaft mit ihrer nothwendigen Unrer- und Neben-Ordnung im Ganzen so alt als die Welt; wie aber im ein-zelnen Herrschaft und Dienstbarkeit entsteht, wie geselligeVerhältnisse und Verknüpfungen aller Art sich bilden undwiederum auflösen: das sehen wir ja alle Tage vor unse-ren Augen, nicht nur im Inneren einer Familie, sondernauch in größeren Kreisen, einer Familie zu mehreren odermehrerer zu einer. Um demnach ihren obersten Grund.,
gerliche Gesellschaft nennen, verlassen habe» oder iadieß nicht geschehe», nach Hämischer Lehre, erst jejk nochverlasse» solle?