Band 
Erster Band. Einleitung. Darstellung, Geschichte und Critik der bisherigen falschen Systeme.
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jedem Schritt entfaltet sich ihre Weisheit , ihre Wohlthä-tigkeit/ ihre Kraft mit höherem Gla,nz/ sie sind allweise,allgütig wie.ihr Urheber, und keine Freude übertrifft daöEntzüken, das mit dem Fortschreiten in dieser Erkenntnißbegleitet ist, die man im eigentlichen und erhabenstenSinn eine Anschauung Gotteö nennen kann.

Warum sollen wir aber diesem Gesez gehorchen, dawir es doch übertreten können? was ist der Grund sei-ner Verbindlichkeit? ES mag der menschliche Ei-gendünkel, ^der verschleyerte Atheismus sagen was er willrso ist zuleztkein anderer Grund als der göttliche Wille,L. h. der Wille desjenigen der das Gesez gegeben und inunser Herz gepflanzet hat. Denn jedes Gesez sezr einenGefezgeber, jedes Gebot einen Gebietenden voraus. AlleWeisen des Alterthums erkannten diese Wahrheit, eöschämten sich die berühmtesten Philosophen und Juristenaller Jahrhunderte nickt zu sagen: die Verbindlichkeit desnatürlichen GesczeS sey von Gott allein. * * 3 « Nicht der

35) »Das Gesez des Herren ist ohne Wandel und erquiket die»Seele. Das Zeugniß des Herren (das sich in der gan-»zen Natur offenbaret) ist gewiß und machet die Albernen„weise."

z6) S. die obigen Stellen von Sophocles, Aristoteles, Ci-cero u. a. m. ferner Cumberland de legg, nat. Cap. 1,die schöne Deduktion in Pufendorf j. er g, L. II. Cap,

3. §. so. obligatio legis naturalis est a Deo. Bo e hm e rjus pubi, univ, p. 18. Auch noch Ach e nw all und Püt.ter. Proleg. jur. nat. §. 43. 4g. 50. it. §. 69— 74. sehrgefühlvoll. Bey den Neueren findet man dieses nicht mehr.Hat die Wissenschaft dabey gewonnen r Hilf Himmel! wiedie Naturrechts-Systeme seither auch in allem übrigen aus-sehen ! Allein gleichwie dir Furcht Gottes der Weisheit Anfang