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ist. — Wucherer schreiben Königen Geseze vor, man siebtauch hier die Regel der Natur, nach welcher die MachtHerrscher und dringendes Bedürfniß zur Abhängigkeit zwingt.Don Aufbringung der benörhigtcn Gelder um billigeZinse ist keine Rede mehr, sobald einmal die früherenSchuldscheine öffentlich unter ihrem Werth verkauft wer-den. Alle Ankäufe werden schwierig oder unmöglich, weilder Verkäufer keine richtige Zahlung hoffen kann, dop-pelte Proeenren müssen versprochen und oft sogar doppelteCapitalien verschrieben werden, blos um die dringendstenBedürfnisse bezahlen zu können; wodurch dann die Schul-denlast in kurzer Zeit so unermeßlich vermehrt wird, daßz. B. ein Krieg zwey bis drey Mal mehr kostet als erbey guter Ordnung gekostet haben würde, und am Endekein RettungSmiltel mehr übrig bleibt. Dann folgt ge-wöhnlich eine verderbliche Maaßregel auf die andere; über-eilte und ungünstige Friedens-Verträge, die Vorbotendes künftigen Ruins; Verschleuderung der Domainen umSpott-Preise, und mit ihr die Entwurzelung der Herr-schaft; nachtheilige Concessionen und Privilegien, odergar Herbeyrufung von National - Repräsentanten undConstitutionen, welche den Fürsten zum Diener seinerUnterthanen berabsezen oder ihn gar vom Thron stossenkönnen. — WaS man daher auch für Sophismen einwen-den mag, so wird ein schuldenfreycr Fürst immerhinmächtiger und unabhängiger seyn als einer der von einergroßen Schuldenlast gedrükt ist. Wie wenig diese lczteredie Macht vermehre, hat man an dem Beyspiel der Kö-«ige von Frankreich gesehen. Die Finanz-Verlegenheitwar der Vorwand, wodurch man Ludwig XVI bewog,mitten in der allgemeinen Fermentation sophistischer Ideen,die Reichsstande zu versammeln, ja sogar sich denselbenin die Arme zu werfen: und gerade die zahlreichen Gläu-