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von Capitalien, in Vermehrung der jährlichen Einnah-men so weit sie auf gerechten und sanften Wegen möglichist, in Verminderung der Ausgaben, und in einer gutenRechnungsführung, wodurch man stets von dem Zustandseiner Wirthschaft unterrichtet bleibt und die Aufmerk-samkeit lebendig erhalten wird. Diese Finanz-Wissen-schaft ist die einzig wahre, die einzige deren Befolgungdem Zwek entsprechen wird, und eö ist unglaublich wasin dieser Rüksicht bey einem großen Fürstlichen Hauswe-sen gethan werden kann. Das Haupt-Vermögen, wor-unter ich alle Güter und Domainen, Gebäude, einträg-liche Anstalten, an Zins gelegte Capitalien, Natural-Vorräthe, Mobiliar-Effekten, baareS Geld u. f. w. ver-stehe, muß nicht nur nicht vermindert, sondern gut be-wirthschaftet und möglichst vermehrt werden. Auch wirddie Klugheit stetS erfordern, einerseits solches Haupt-Ver-mögen (wie eS ohnehin meistens der Fall ist) in allenArten von Gegenständen zu bcsizen oder vertheilt zu las-sen; denn solcher Reichthum ist der solideste, kaun nichtverzehrt noch ganz verlohren werden, weil Unglük undungerechte Gewalt nie allgemein sind: anderseits stets einenTheil entweder in baarem Geld oder in leicht zu realisi-renden Effekten disponibel zu erhalten, um auf Nothfällegefaßt zu seyn, allenfalls die Verspätung einiger Einkünfteertragen, oder für nüzliche Unternehmungen beträchtlicheVorschüße machen zu können. Die Vermehrung derEinnahmen wird vor allem durch Fruchtbarmachungder Capitalien bewerkstelliget. Da ist nun gewiß kein ein-ziger Staat, wo nicht, ohne die geringste Belastung derUnterthanen, blos mit einigem Nachdenken und Sach-kenntniß die gewöhnlichen Quellen von Einkünften ungleichergiebiger gemacht werden könnten. Wer verbietet denFürsten, den Ertrag ihrer Domainen zu bessern, die Ver-