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Dritter Band. Makrobiotik der Patrimonial-Staaten. Zweytes Hauptstück. Von den unabhängigen Feldherren oder den militärischen Staaten.
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nuzen versteht, vorzüglich auf die Erhaltung der relative»Macht bedacht ist, die Einsicht in dasjenige besizt waS ihmin der Folge gefährlich werden könnte > und nie das künf-tige größere Gut einem gegenwärtigen scheinbaren Vor-theil aufopfert: der wird nicht leicht zu ungünstigen Frie-dens-Traktaten, zu bedingten oder unbedingten Unterwer-fungen , lästigen Servituten «. f. w. gezwungen werdenkönnen, sondern vielmehr zu allen vortheilhaften Verhält-nissen Mittel und Gelegenheit finden. Aus dem Grund-faz nie das künftige größere Gut dem gegenwärtigen klei-neren Vortheil aufzuopfern, folget insbesondere die wich-tige Regel, nie einen nothwendigen und nüzlichen Kriegzu vermeiden, wenn man auch könnte. Denn wer sich zueinem solchen Kriege nicht entschliessen will, der weichtihm doch nicht aus, sondern muß ihn nur führen, wen»er eS nicht mehr mit Erfolg thun kann. Die Neutrali-tät in Kriegen zwischen benachbarten Mächten, ist dahergewöhnlich die schlechteste Parthey die man ergreifen kann.Mag man sie auch noch so sehr mit schönen Worten vonHarmlosigkeit oder Unparthevlichkeit, von Friedenö-Liebe,von Nicht - Einmischung in fremde Händel u. s. w. recht-fertigen wollen: so ist sie doch nichts weiter als ein Sy-stem von Egoismus und colorirter Lieblosigkeit, das amEnde allemal seine Strafe findet. Sie ist dem höher»Gebot »du sollst deinen Nächsten lieben" und auch demeigenen Interesse zuwider; durch sie verliert man alleFreunde und schüzt sich keineswegs gegen die Feinde. Z1 >Ehre und Ruhm wird dabey nie erworben; allemal ist esdem Ansehen vortheilhafter, sich als einen treue» Freundoder ernstlichen Feind zu zeigen, als gleichgM^ gegen

ju) Neutralita, sogt bas Italienische Gprüchlvort, von con-serva gli amici, ne assitura dagli inimici.