fave» , der Lehenötrager und Lebensfähigen die erste undbegünstigtest! im Staate war, und dennoch nicht immerneue Güter und Lehen gegeben werden konnten: so mußtejener Briefadel unvermeidlich entstehen, theils um dieZahl der ersteren, die im fast ausfchliessenden Genuß sovieler Würden und Vorzüge waren, zu mehren, zu starken,und den Abgang durch allmähligcs Aussterben zu ersezen,theils auch um dem erlaubten Ehrgeiz der übrigen Bürger-Classen Hofnung und Befriedigung zu geben. Wer zwarseinem Namen durch eigene Kraft und Tugend Bekanotheirund Berühmtheit zu geben wußte, wer sich zu Reichthumund Güterbesiz emporschwang, wer ansehnliche Ehrenstel-len im Vaterland oder in der Kirche bekleidete, wer sich
,, lehrten Sismondus, Lindenbrogius und Baluzius aus,, dem Alterthum liefern, ist keine vorhanden, wodurch di^«Erhebung in den Adelstand direkte ertheilt wird. Wir«lesen die Formeln verliehener Grafschaften und»Herzogthümer, aber keine Verleihung deSAdels. Wir«lesen überhaupt unter den Fränkischen Königen keinen Adels-«Brief. Die Stände wurden »ach reellen Eigenschaften«abgetheilt, und die Geburt konnte der König nicht geben.«Wollte nun der König eine neue adeliche Familie erschaft«fcn, so machte er den freyen Mann zu einem freyen«Herren. Er gab ibm entweder eine mit Eigengerichts-«barkeit schon begabte Villam oder prsdium, oder ertheilte»ibm die Immunität über sein schon besessenes Landgut,«d. h. er erhielt allodium nobile für sich und seine! Kim>„der und Nachkömmlinge. Der König gab also das vor-«ans ohne welches keiner ein Edelmann seyn konnte, und„ machte ihn dadurch zum Stammvater einer edlen Familie„(sacar nobilis prosapiae). Daraus folgte NUN V0N selbst«die edle Lebensart, die Gerichtsbarkeit — die Umnittelbar-„ fett — der Beysiz auf Landständischen Versammlungen —i«der größere Beytrag imzKrieg tf. ”