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hoffen. Der Mißbrauch kann nur darin bestehen,wenn entweder dabey aufTugcnden und Talente keine Rük- 'ficht genommen, oder wenn jener Vorzug für einzelneStellen zum positiven Gesez gemacht wird, vonwelchem gar nicht abgewichen werden dürfe. Denn da-durch wird theils der König selbst in seiner Freyheit be-schränkt , theils der Diensteifer des Adels gelähmt, theilsbey den übrigen Classen Erbitterung bewirkt, indem esihnen alle Hoffnung zu höherem Emporkommen verschließtund mit derselben allen Reiz zu wahrem Verdienst benimmt.Durch solche Geseze allein wird ein zahlreicher Briesadelnothwendig, welcher zwar dem Uebel helfen soll, aberdagegen zu neuen Mißbräuchen führt, nnd ganz verkehrteBegriffe über das Wesen des Adels selbst veranlasset. Auchentsteht daraus das weitere doppelte Jnkonvenient, daß cSeinerseits nöthig wird die Stellen selbst gesezlich zu bestim-men, welche dem Adel augschliessend zukommen sollen, in-dem er doch nicht alle Fürstlichen Dienste weder versehenkann noch versehen will: — anderseits auch gewisse Zeichenoder äußere Formen festgcsezt werden müssen, an denenallein man den Adel soll erkennen können. DaS erstere istäußerst schwierig, blos willkührlich und stellt eine absoluteScheidewand auf, welche zumal bey Beförderungen oderdem natürlichen Vorrüken die bittersten Kränkungen undbisweilen auch wahre Unbilligkeiten veranlasset. Das lez-lere ist eben so willkührlich, oft sogar unmöglich, ebenweil der Adel auf verschiedenen Fundamenten beruhenkann, und nur in einem auf bekannte und stchtbare Ue-berlegenheit gegründeten Ansehen besteht. Man mag einäußeres Zeichen, ein Beweismittel wählen welches manwill, so paßt es, einzeln genommen, nie auf alle Um-
n) Dcrgl. oben S- LZ — ü;.