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Usurpatio« und nachherige Anerkennung gewesen ist, wel-che frevlich durch die gänzliche Ohnmacht des einen unddie Uebermache des anderen natürlich veranlasset und be-günstigcl wurde.
Dieser Capetingische KönigSstamm, mit welchem dieAnarchie gestürzt und das Königliche Ansehen gehobenworden, behauptete sich, durch Glük und kluge Politikbegünstiget, über soo Jahre lang, und herrschet,nach einem revolutionären Interregno von 22 Jahren( 1792—1514) noch dermal erblich auf dem Französt-schen Thron. Vier Generationen hindurch, nämlich solang al» das Andenken von Hugo Capckg Usurpation fork-daurte, und seine Nachfolger eben deßwegen die GroßenLeS ReichS schonen mußten, beobachteten sie zwar dieKlugheikS. Regel noch bey Lebzeiten ihre Söhne als Kö-. nige anerkennen und krönen zu lassen, welches dann fälsch-lich eine Wahl genannt wird. Sobald aber die König-liche Macht befestiget und durch Einziehung vieler vacan-ten Herzogthümer und Grafschaften vermehrt worden, soward auch jene Formalität von Philipp August, der imJahr 1180 den Thron bestieg, gar nicht mehr nöthigbefunden, und auch im ganzen Reich von niemandverlangt.
Im Jahr 1317, also 330 Jahr nach Hugo Capet,erfolgte wieder eine sogenannte KönigSwahl, die aberschlechterdings nichts anders als der Entscheid einer Erb-folgS - Streitigkeit war. Weil noch kein geschriebenes Suc-
»;) »Hugo Capet, (sagt selbst der sonst ziemlich republikanische,, Mably) schwang sich eigenmächtig auf den Thron, und»ließ sich bloß von seinen Freunden, Verwandten und Le-,, henleutcn als König anerkennen." Olserv. sur l'hist.
de France,