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Sechster Band. Zweyter Theil. Von den Republiken oder freyen Communitäten.
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sammlung bereits wieder eine schwierige und langsameOperation, wofern man, wie die Gerechtigkeit es erfor-dert, keine Meynung untcrdrüken nnd den eigentlichenWillen der Mehrheit herausbringen will. Was dazu er-fordert werde, wie die gemachten Vorschläge auf einfache,bestimmte, mit Ja oder Nein zu beantwortende Fragenzurükgeführt, die widersprechenden einander entgegenge-sezt, und die untergeordneten oder Nebenfragen erst nachentschiedener Hauptfrage inS Mehr gesezt werden müssen,werden wir in der Makrobioiik der Republiken auSführ-licher entwikeln; hier aber ist es nur darum zu thun zuzeigen, daß und wie die Stimmen gesammelt werden müs-sen. Diese Stimmgebung aller einzelnen Mitglieder be-steht nicht mehr in Worten, sondern in einem äußerenfür alle gleichförmigen Zeichen, an welchem die Mehrheitleicht mit Augen erkannt oder bey allfälligem Zweifel ge-zählt werden kann. Welches Zeichen aber hiezu auSge-wählt werde, ist an und für stch blos positiv, mithingleichgültig, und hängt von der Uebung oder dem Gut-stnden der Gesellschaft ab. Ueberhaupt kann man dieseverschiedenen Formen der Stimmgebung in öffentlicheund geheime abtheilen. Jene bestehen gewöhnlich inAufhebung der Hände, inAufstehen und Sizen-b leiben, oder, wie bey den Römern, in der localenTrennung (discessio in partes), wo die bejahenden Mit-glieder sich auf die eine, die verneinenden aber auf dieandere Seile des Saals begeben mußten, und sodanndie Mehrheit durch das Augenmaß oder durch förmlicheZählung erkannt wurde; endlich auch in dem nament-lichen Aufruf (appel nominal), wo jedes Mitglieddurch Ablesung seines Namens aufgefordert wird, überdie betreffende Frage mit lauter Stimme Ja oder Nein