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Sechster Band. Zweyter Theil. Von den Republiken oder freyen Communitäten.
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Patriotismus sonst in Monarchie» nicht gebräuchlich, undist nur in neueren Zeiten aufgekommen, wo man sichauch die Fürstenthümer als republikanische Communitä-ten dachte, und mit den Begriffen überall die Spracheverwirret hat. Es haben sogar einzelne Souveraine die.sen Außdruk verworfen, und nicht ganz mit Unrecht die.jenigen für verdächtig erklärt, welche sich desselben häu-sig bedienten. Denn ohne zu betrachten, daß jener Aus-Lruk in unseren Tagen auf eine schändliche Weise zuBeschönigung rebellischer und revolutionärer Gesinnun-gen mißbraucht worden ist: so sezt der Patriotismusimmer ein republikanisches oder CommunitätS. Verhält-niß, irgend eine bereits vorhandene und im Aufkeimenbegriffene öffentliche oder geheime Gesellschaft'voraus,und diese Gesellschaft kann auch in einer unter sich engverbundenen - fanatischen, auf den Umsturz aller Oberenhinarbeitenden Sekte bestebn, die ihren Verein Vater- ,land nennt, und mithin die steigende Macht desselben,die ungehinderte Erfüllung ihrer eigenen Zweke für dasWohl oder die Freyheit des Vaterlandes auSgiebt. ESliegt demselben stets die Anhänglichkeit an irgend er-nen gemeinschaftlichen, eö sey guten oder bösenZwek, zum Grund, und daher pstcgen auch alle In-surgenten oder Empörer sich Patrioten zu nennen,nicht weil sie dem Land ihrer Vater, viel weniger demVater des Landes anhängiger als andere sind-, sondernweil sie sich für ihre gemeinschaftliche Sache warm in-teressiren, und derselben bisweilen sogar eigene Vortheileaufopfern.

Aus diesen Gründen ist auch der Patriotismus,selbst von berühmten Schriftstellern, so verschieden ge-