der Holmünzen. 4>
ze, nicht etwa wie ein Spiegel oder Wand-leuchter ausgehänget, und nur auf einer Sei-te besehen; sondern ohne Unterschied hin undher geworfen und verkehret wird: so kömmtdie Rückseite blind und ungestalt heraus, wiees noch jetzo jedem der Augenschein geben mag.j Bey welchen Umstanden allen es sich genug-sam zeiget, daß diese seltsame Art Münzennicht etwa von ungefehr also aufgekommen;l sondern aus gar besondern und dringenden Ur-sachen müßte eingeführet worden seyn. Bis-hero haben dieMünzgelehrten dafürgehalten,
> daß, weil unter denen Deutschen der Betrugdes falschen Geldes so gar gemein geworden: so
t hätten selbige keine andere Arten als lepros,oder gekerbte numos angenommen, die mani nemlich mit einer Feile auf dem Rande gepro-
> bet hätte, daß sie von einem ganzen Stücke! waren, und nicht etwa schlechtes Metall zumj Grunde, und nur ein Plätgen Silbers zurI Kleidung hätten; welche man deswegen nu-
mos veliicos, oder auch wol braÄeacos ge-! heißen hätte; daher sich so vieleKlagen, wie! auch dieses bey denen Scribenten fänden, daßdie gemeinen Leute durch das Geld einenNa-? gel geschlagen, damit sie, was es inwendigfür Schrot und Korn hätte, einsehen möchten.! Allein das letztere wäre zu verdrüßlich, und
das