Buch 
Johann Peters von Ludewig Einleitung zu dem deutschen Münzwesen mittlerer Zeiten / mit Anmerkungen herausgegeben von Johann Jakob Moser
Entstehung
JPEG-Download
 

H Münzen zu schlagen. 99

ben, vierzehen Tage die Glocken zu läuten,befohlen hat. Ungeachtet wir wol wißen,daß die Glocken nichts Heiliges bey sichhaben; wornach mir doch das Urtheil ge-sprochen zu seyn scheinet, durch welches un,langst ein leichtsinniger Prediger sechs Jahrzum Vestungsbau verdammet worden: weiler zum Gesundheittrinken seinen Gasten dieGlocken ziehen laßen, und dabey gemeinsthat, daß dergleichen Runda kein Königvon Europa seinen Gasten machen würde.Doch, wieder zu denen Schaumünzen zukommen: so hat man eben unseren Zeiten fürdenen vorigen nichts vorzuwerfen: indemder ^uÄor uitL Mucker! ex numilmaribusreliicucL, von diesem Theologo so vieleMünzen, welche zu seiner Zeit von ihme ge-schlagen worden, in Kupfer stechen laßen,als wol kaum jemand von dem großen Kay«ser Larolo V. zusammenbringen solle. Miteins, unsere Policeylose Zeiten werfen, wiein denen Trachten und Bildungen, also auchin denen Schaupfennigen, alles untereinander;und geben selbige jedem so frey, als es einemRothgießer erlaubet ist, Rechenpfennige undDantes zum Kartenspiele auszumünzen; un-geachtet die Römer das jus imaFmum, ro-KL, numorum so hochgehalten, und nurG 2 ' ihre