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Johann Peters von Ludewig Einleitung zu dem deutschen Münzwesen mittlerer Zeiten / mit Anmerkungen herausgegeben von Johann Jakob Moser
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194 Cap.n. Von der Bildung

selblat (r); Weißenburg eine Krone; Speyereinen Thurm u.s.w. Andere haben dasge-thürmte Städtezeichen, wenn sie ein neuesbekommen, mitten, und in dem Herze desSchildes nachgehends aufgehängt; wie anRotenburg an der Tauber, Friedburg u. a.zu sehen. Im übrigen wird sich finden, daßdie Städte, welche ganz eigene Schilde ha-ben, meistentheils redende Wapen führen:nachdem sie von Rädern, Mühlen, Schlüs-seln, Brücken u. s. w. benennet worden sind.Viele aber haben ein sonderliches Vergnügenan dem Adler gesuchet; welchen dann dieKayser gar gerne ihnen zugetheilet haben: weiler ihnen durch solches Zeichen ein immerwäh,rendes Denkmal ihrer Schuldigkeit gegen ihnbeylegen wollen (u). Weil aber gleichwoljede Stadt ihren Adler von der andern ih,

rem

(t) Wie es denn nichts ungewöhnliches war, daßeine Stadt ihr StadPichen durch den Bey-satz von dem Wapen des Landesherr» gegenandere unterschieden hat.

(u) Dahero man sich nicht wundern darf, warumman mit Verleihung des Adlers bey denen Städ-ten, die hierunter eine Ebre gesuchet, so freyge-big und fast verschwenderisch umgegangen ist.Da hingegen das römische und griechische Reichsolches Zeichen niemand, als denen Residenzstäd-ten zulegen wollen.