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Johann Peters von Ludewig Einleitung zu dem deutschen Münzwesen mittlerer Zeiten / mit Anmerkungen herausgegeben von Johann Jakob Moser
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204 Cap.12. VondenenSchriftcn

haben. Denn obgleich von denen Rumnder nordischen Völker so viel Wesens rndStreitens ist: so habe ich doch einen nerenGrund zu zeigen, daß auch solche Schrift re-uen Römern oder denen Griechen, weläesdenen alten Zeiten nach gleichviel ist, abze,borget worden seye (b). Ungeachtet aber

sowol

(b) Wie unsere Deutschen die literss von Stäben,auf welche selbige geschrieben worden, ober de-nen auch die meisten ähnlich gewesen, Buchsta-ben genennet: so haben die uralten nordischenVölker die Aehnlichkeit derselben von Rerbenoder Rinnen : weil sie solche in Steine ringe«graben, genommen, und selbige deswegen Ri-tten oder Runen geheißen, auch mit solchemNamen ihre Schriftgelehrten beleget; etwa wiebey denen Lateinern das Wort inei-mu? von li-reris genommen ist. Nach eben diesem Verstän-de huben sie die Weiber Kerben, Rinnen oderRunen benamset; in welche Erklärung aber wirniemand weiterführen wollen.in Woluspa Ltropbs ;y. p. 67. Mit diesenBuchstaben oder Runen haben die nordischenVölker ihre Sprache geschrieben : jedoch nichtin ganzen Büchern; sondern nur in Leichenstei-nen mit etlichen wenigen Wörtern. Z. E. «s-t-n hat diesen Stein Beschrieben zu Ehrenfeines Vaters l-ldmtt-mi. Daraus denn garwenig zu nehmen ist. Bestehen demnach die Ru-nen nicht in einer besondern Sprache; sondeMfind nichts, als alte schwedische Buchstaben. Al-lein eben von diesen ist nun die Frage: Ob sel-bige von jemand neu ausgesunden, oder von de-nen Römern und Griechen geborget, und nach-

gebeiids