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Johann Peters von Ludewig Einleitung zu dem deutschen Münzwesen mittlerer Zeiten / mit Anmerkungen herausgegeben von Johann Jakob Moser
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auf denen Holmünzen. 22z

sowol die runische, Mische und gothische,«ls auch die deutsche Schreibart nunmehr»

von

gehends durch einige Züge verändert worden sind.Die Schweden und Dänen wollen es zu dem letz«tern nicht kommen laßen: wei! ihnen nemlichden Schlüßel niemand gegeben hak, dadurch alleund jede runische Buchstaben mit denen lateini«sehen vereiniget werden können. Meine Gedan»ken sind, nachdem ich die Sacheüberieget, diesehierbey: Die Art mit Runen zu schreiben, gescha«he allezeit zwischen zweyen gleichlaufenden Li»nien: weil sie die Zeilen nicht gerade ausgema»chet; sondern selbige zcrkrümmet und verdrehethaben, daß davon eine Figur oder Gestalt eine-Vogels, vierfüßigcn Thieres, Herzens, einesEyes u. s. w. herauskommen müßen. Fast aufden Schlag, als die ehrbare fruchtbringende Ge«sellschaft einen Wohlstand gesuchet hak, wenn sieReime und Brautsuppen in der Gestalt eines Kel«ches, Herzens, einer Krone u. s. w. vorstellentonnen. Bey solchen Umstanden nun hatten dieRunengelehrte zweyerley zu besorgen. Erstlichdaß, weil die Buchstaben oben und unten anbeyde Linien stoßen müßten, dieselbe nicht un«deutlich werden; und dann, daß ihnen solchenicht in Steinen, auf die sie fast einig und alleingeschrieben haben, ausspringen mochten. Sol»ches zu verhüten, haben die Runen die Ring«lein, welche an einem lateinischen Versalbuchsta«ben herausmachen, in Strichlein verwandelt;welches aus ihren o, 3,6, c u. s. w. zu ersehen ist.Nachgehends wenn ein lateinischer Buchstabezwey lange bis oben und unten auslaufende Ltrüche gehabt, haben sie nur einen davon gemacht,und die andere durch Querstriche in diesem an«

gezeiget