auf denen Holmünzen. 225
nien;ubringeri (x). Wenn ich nun kaumglauben kan, daß unsere Altvater an der Fin-sterniß ein Belieben gesuchet: so muß ich sol-ches wieder denen unachtsamen, und des La-teins unerfahrnen Stempelschneidern, als ei-nen Fehler anrechnen. Es wäre dann Sa-che, daß die Schriften das Geheimniß eines
Zuges
(x) Es sindet sich aber dieser Gebrechen auchauf denen römischen und griechischen Mün-zen : ungeachtet selbige noch so künstlich undmühsam, der Bildung nach, geschnitten sind.Und gehet es diesen Künstlern eben, wieeinem, der einem Liede die Melodie setzet:deßen Inhalt er nicht mit einem Worte ver-stehet ; da öfters die Falle und Fugen des 'Tons sehr verkehrt herauskommen müßen.Wiewol es fast noch beßer ist, einen hierin«nen gar unwißenden, als halbgelehrtenStempelschneider zu haben. Denn diesermanchesmal sich von der Einbildung seinerKräfte verführen läßet: da sich im Gegen-theil jener blos an die Buchstaben hält, wieihm solche vorgemalet sind. Um welcherUrsachen willen man auch von einem unge«lehrten Schreiber noch ehender eine correcteund sichere Abschrift, als von einem halbge«lehrten sich zu verheißen hat.
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