2Z0 Cap.i2. VandenenSchriften
Darum man auch die römischen Münzen hierzweylautend findet, und die reineste Ortho-graphie nicht eben allemal aus denen Münzenzu nehmen hat (3).
§. 7 »
sä) So wenig man aus denen Münzen die Äkchite-ckur lernen kan: obgleich einige derselben solchesGeschicke haben sollen; so wenig kan man, mei-nes Trachtens, einen sichern Schluß zur Ortho-graphie aus denen Wörtern auf denen Münzenmachen: weil man solche aufverschiedenen Mün-zen auch verschiedentlich geschrieben antust.Denn sich hievon auf die Gewohnheit, welcheman in Canzeleyen zu solcher Zeit gehabt, zwarschlüßen läßet; welche aber sechsten manchesmalverkehrt genug heraus kßmk. Nur jetzo von de-nen Ueberschriften derer braLenrorum zu sagen:so findet man manchesmal Imperator, Lpilco-Lur, crnCia u. s. w.; absonderlich aber sind dieeigenen Namen der Menschen, Städte und Lau»-er gewaltig verändert. So heißet der KayserHsnricub, ttsmricus, tteimricu;, tteniricus,Isericus, ttsnicus. Wie oft das einige WortQuedlinburg auf denen Blechmänzen variire:solches kan man nur aus denen Agneßpfennigen,welche Herr Olearius gesammelt, abnehmen.Das Wort Preußen trift man auch verschiedent-lich an: porutlus, Lorutlur, pruüiis. Allein esist wol nur die erste Schrift auf rechtem Wege:dann das Wort ?o heißt so viel, als von oderdep. Wie man ?olak vonl.sclik>; t'omersnurvom Meer, mit einem schreibet: so wäre esauch wol billig, daß man bey der Schreibartr>orussu8 verbliebe. Im deutschen wäre unsauch eine vernünftige Orthographie wol nöthig.Nicht etwa, wie solche die fruchtbringende Ge-sellschaft,