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Johann Peters von Ludewig Einleitung zu dem deutschen Münzwesen mittlerer Zeiten / mit Anmerkungen herausgegeben von Johann Jakob Moser
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2Z8 Cap.12. Von denenSchrifte»

willen versetze (Z): so hat doch solches bisher»die deutsche Sprache nicht vertragen kämen.Aber vor etwa zwanzig Jahren her haben ruchdie Canzeleyen in dieser Ordnung ein Cercmo»viel gesuchet. Dahero es jetzo für eine Grob-heit und Unwißenheitgehalten wird, wenn Nanschreibet: Ich danke Ew. Churfürftl.Durchlaucht. Dann das Wörtgen ichaus Demuth jetzo nachgehen, und also heißen

muß:

V Ich bin der gänzlichen Meinung, daß es an«fangs einem Römer und Griechen in siinenOhren so hart geklungen habe, wenn man inihrer Sprache gesagct: IHsrer meu5 locueurest; als einem Deutschen, der in seiner Spra-che dieses Radcbrechen hören solte: Brudermein geredet hat. Allein um der Verse,der Falle, des Ohrennnscs und Wohllautswillen in denen perio<li5, hat man von der na-türlichen' Ordnung lieber abgehen, als hierin»nen einen Anstoß machen wollen. So langenun diese Geheimniße denen anderen Sprachenverborgen blieben: so haben sie keine Ursachegefunden, warum sie von der natürlichen Ord-nung weichen sollen. Nachdem aber die deut-sche Reimkunst und Wohlredenheit nun auchbeginnet ausgeübet zu werden: so ist keinZweifel, daß man auch hierinnen, nach demExempel anderer beredter Völker, wird nach»geben müßen: ob es gleich unseren Ohrenjetzo noch so schwer ankömt. Hat man sichdoch an das Vater Unser gewöhnet: sogar,daß einem lutherischen Obre Unser Vater fastfremde und ungereimt färkömt; warum solle sich