auf denen Holmünzen. 247
gelaßen haben. Ja man findet wol den Na«men des Münzherrn mit hinein Buchstab an-gedeutet, nur der Formel: VLI OK.^1l^,alsdem Zeichen eines mächtigen Vorzuges Platz zumachen; welches völlig ausgeschrie- ^ bi,ben stehet. Ungeachtet aber mehr schöfliche«als zu gewiß ist, daßdie Bischöffe Münzen.Q 4 und
zu lesen ist. Anzuzeigen, daß die Münze nichtin ihren eigenen; sondern des Kaysers Namengeschlagen wäre; davon oben Cap. 8 . §. 4. x. 88 .Allein die Marggrafen von Brandenburg, dieHerzoge von Sachsen, die Landgrafen von Thü»'ringen, die Marggrafen von Meißen bedienensich der Worte vei ßi-gci-, auch in denen uräl»testen Zeiten nach denen Lnioiingis sowol, alsdie Kayser selbsten. Weil nemlich diese in qe>schlvßeneu cerrikoriis und Landen sitzen , undselbigen, kraft ihrer Landeshoheit, das Münz«recht zukämt, Cap. 8 . §.4. p n 6 , Cap. > i. §. 7.p. iqr. Und kan ich mir so wenig einbilden,daß der Kayser zu solchen Sprüchen auf denenMünzen solle stille geseßen haben, wenn diesealten Herzoge in deßen Namen qemünzet hakten;als gewiß es jetzv ist, daß ein Vasall sein Lehenverwärken würde, wenn er sich, in Ansehungdeßen, von GOttes Gnaden schreiben solte.Nur von der Zeit, als die 6. Ländcrin Deutsch'land zersplittert und auseinander geworfen wor'den: p. 76. 88. 142. so haben sich auch die neu'gemachten Fürsten und Grafen dergleichen her'ausgenommen; welches die Kayser desto willigetgeschehen laßen : damit )'a alles untereinandergeworfen, und jener Hoheit durch dieser ihrnachahmen verdunkelt und verringert werdenmöchte.