zz2 Cap.i z. Mittel zum leichten
so halte ich auch wol der Mühe werth, daßman auf Mittel sinne, w»e das deutsche Geldder mittleren Zeiten wieder ausgefunden undzusammen gebracht werden möchte.
§. 2 .
Münzen auf die deutschen richten tönteAllein es scheinet dieses hieselbst fast eine über-fiüßige Sache zu seyn. Dann diejenigen, wel-che in Reichssachen sich nur ein wenig grübet,die werden aus denen obigen Anmerkungen dieWichtigkeit dieser Wißenschaft leichtlich begrei-fen ; andere hingegen, die in jenem keine Kräf-te haben, würden sich wol vergebens predigenlaßen, und vielmehr glauben, daß wenn etwasan dem Nutzen der Sache wäre, sie ihre Liebha-ber finden würde, ohne daß man jemand dazubereden dürfte. Ja, wenn ich meine Meinungfrey sagen solte, wvlte ich auch vielmehr wün-schen, daß die letztere Gattung der Leute fichum diese Wißenschaft auch nicht einmal beküm-merte; theils, damit die Münzstücke nur denenGelehrten zuhanden kamen; theils auch, damitsie nicht die Zeit in bloßer Wollust undCuriofitatdamit verbringen, und von der Sache sechstenweiter keinen Nutzen, als das bloße Anschauenund Verwahren haben möchten; welches ich fürden natürlichen Beruf, den wir von GOtt zurArbeit haben, für unverantwortlich halte.Doch schickt es GOtt öfters also, daß mancheLeute, die einen Ueberfluß an zcitlichenGütern,oder sonsten Mittel haben, aus bloßem Ueber-muth oder Wollust, und Curiosität kostbare Bi-bliotheken und Münzcabineter anlegen, damitselbige andere ehrliche Leute nutzen, und zumDienste des gemeinen Wesens gebrauchen mö-gen. Was für Dienste hat der französische