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Johann Peters von Ludewig Einleitung zu dem deutschen Münzwesen mittlerer Zeiten / mit Anmerkungen herausgegeben von Johann Jakob Moser
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Gelde zu kommen. Z55

aufgeschlossen sind (c). Da nun sosiHeLeuteaus denen weitentlegensten Oerrern ihre Be-kantschaft in Handel und Wandel U nterein-ander haben; auch ohnedem von christlicherLandesobrigkeit mit Zinsen und Zöllen be-schweret werden; so würden alle allte Mün-zen, wie in einem Meere zusammenfließen,wenn man jedem Schutzjuden aufer legte, jähr-Z 2 lich

(t) Was Lolumella cap. r. öe re russ'cs saget, daßdie Römer so schlechte Hauswirthe hatten, kämedaher: weil alle Handwerker, außer dieser Wis»senschaft, ihre Lehrjungen und Lehrmeister hatten rsolches mochte man auch noch jetzo auf unserenUniversitäten beklagen. Dann die Professors»jch'liysopKiL prgssic-e haben wol Ursache, ausSchaam dcnTitel: clilciplin-e csconomicre aus«zulaßen: weil ihre Weisheit in diesem Stückekaum des Zuhörcns werth ist. Daher» jungeLeute öfters den Vorschlag gethan haben, einebishero unerhörte Prvfeßion anzurichten, unterwelcher Leute gezogen würden, welche einerCant»mcr oder dem Landwesen wohl fürzustehen wüß-ten. Hierzu müßte nun billig mit die Kundschaftdes Geldes, sowol dem äußerlichen, als inner-lichen Werthe nach, gezogen werden. Bey wel-cher Unwißenhcik wir denen Juden in dieHandksehen, und Verlust und Betrug darüber leide«müßen. Aber es fehlet auch an einem Professorsjurn Mrii, darinnen uns zwar die Engelanderund nordischen Reiche vorgeleuchtet, aber nochnicht zur Nachfolge gezogen haben. Ungeachtetwir darüber fast alle Wißenschaften und Nach-richten der Gewohnheiten unsers Vaterlandesverlieren mäßen.