Von HällischenBracteaten. 469
§. 2.
Alles, was ich hier schreibe, Alle dieseund etwa noch schreiben werde, muß ^j bey Nebenstunden geschehen (3). Nebtstun-!> Dann ob es mir gleich so gut nicht den her.
^ wird, daß ich müßig gehen darf: so ist es
doch
(2) Nach dem Erempel der Römer, welche an demRuder des gemeinen Wesens gcscßen, und wen»i sie von ihren Amtsverrichtungcn frey gewesen,/ allerhand Anmerkungen vomRechkschreiben, der^ Redekunst, vom Bauen und Pflanzen, und an-deren von Schulstaub herrührenden Dingen ge-macht haben. Und ist es jetzo sehr wohl gethan,
> daß man auf diese Dinge gewiße Leute besoldet,damit selbige vom Tagewerke anderer Bedienun-gen nicht darunter gefröret werden möchten. Da
! es denn freylich an dem ist, daß ein Profcßor,welcher mit einer einzigen Wißenschaft Zeit Le-l bens aufstehet, und wieder zu Bette gehet, esnothwendig weiter bringen muß, als ein ande«
> rer, der nur bey Nebenstunden sich solcher Ar-beit bedienen darf. Dieses ist aber auch beyeinem Profeßore eine große Hinderniß, seineWißeuschaft hoch zu treiben, daß er, wenn dieSalaria geringe sind, die schöne und edle Zeit,
^ die er sonsten zu Entdeckung derjenigen Sachen,welche er aus langer Uebung eingenommen hat,anwenden tonte, einer Handvoll junger Studen-ten aufopfern solle, welchen ja die ersten Buch-staben ein anderer Anfänger, oder der nichts,als sein Tagewerk verstehet, vortragen könte.Ich bedaure den wohlbekavten sächsischen ?<,!/-knllorem, Herrn Schurzflejsch, welcher seinekostbare Zeit mit Patentenmachrn, und Avisen-A a cvlle-