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Johann Peters von Ludewig Einleitung zu dem deutschen Münzwesen mittlerer Zeiten / mit Anmerkungen herausgegeben von Johann Jakob Moser
Entstehung
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Z74 Das letzte Capitel

wollen. Die Buchstaben sind alle nachrömischer Art gemachst, außer dem L, wel-ches mönchsschriftlich aussiehet. Das Zei-chen des Kreuzes wird oben angesetzet, dar-aus man den Anfang der Umschrift zu erken-nen (6). Zwischen denen Wörtern stehet einPünklgen: sonsten aber findet man weder Röß-gen noch Sterngen. Das Bild stellet den !

St. Mauritium mit einem Hei- !schein/" ligen Scheine oder nlmbo für. !

In der rechten Hand führet er,

als

(ö) Die Einfalt der Alten hat sich um und um mitKreuzen behänget. Auf der Kayser ihren Bil«düngen siehet man fast bey jedem zwey Kreuze jvon denen Ohren heraus; eins auf dem Kopse, !eins auf der Brust, zwey auf denen Händen, ^eins auf dem Reichsapfel, und wol noch einsauf dem Scepter. Ich tadle diesen Aufzug garnicht, halte aber wol dafür, daß es beßer sey,wenn man die Christen aus ihrem gottseligen Le-ben , als gottseligen Gemälden zu erkennen ha-be. Denn wie das erstere gar leichtlich der Hoch-muth und die Scheinheiligkeit verursachen kan:also kan auch leichtlich das Urtheil jenes gottse- jligen Mannes wahr werden, welches er von ei,nem üppigenVischvfemitdiesenWorten gefallet:Du trägest das Rreuz, als ein Zeichen,daß du noch täglich Christum kreuzigest.Unter denen ersten Verfolgungen war es so vielgesagt, daß man bereit wäre, Gut und Lebenfür die Ebre Christi zu verlieren; zu welchem En-de man sich nicht scheuet«, durch das Zeichendes Kreuzes die christliche Religion zu bekennen.