Z76 Das letzte Capitel
grasen verrichten laßen. Und ist es eine schäd-liche Unwißenheit, wenn man aus denen Höl-lischen oder Magdeburgischen Burggrafenetwas mehrers erzwingen will (5). Das
Kleid
M Die Burggrafen von Magdeburg sind jederzeit !erzbischöfliche Gerichtshalter, des BlukbanneS 'halben, gewesen , welchen in denen alten Zeiten >die Geistlichen/ denen Levitischen Gesetzen nach, >nicht hegen sollen. Und also keine kayserlichenStadtbalter, wie derGeschichte unwißendeLeh-rer füryeben wollen. Solches erhellet aus ver.< ^fchicdenen Umständen : i) Liegen die kayserli-chen Lehenbriefe an dem Tage, in welchen nie-mand die Wörter auskratzen wird: Beleihenihn (den Erzbischof zu Magdeburg ) mit demBlurbann, welches Recht er durch einenGerichrshalrcr oder Burggrafen handha-be , den er sich nach eigenem Gefallen an- !nehmen mag. (^uapropter Lui-^^rsuius non !eil üacus imperü, secl prouinciss tVla^clebur- lAlcre: scleogus srullra funr, gui eiclem tri-buere suclent vorum in comitüz. r) Habendie Erzbischvffe viele hundert Jahre solches Amtnach Gefallen verliehen; ;) und zwar an keinefürstlichen Personen; sondern Leute vom Magde-hurgischcn Landadel (95.), die von Seeburg,von Querfurt, Mansfeld u. s. w. 4) Habendie Burggrafen von Magdeburg den Rang nachdenen geringsten Grafen gehabt; davon derervizilomgium unzählig viele zeugen, s) Ja selb- ^sten die Churfürsten von Sachsen haben sich lan» *ge nicht unterstanden, ihren Burggrafeiititel hö»her, als unter und hinter der Grasschaft Brennezu setzen. 6) Sind die vier Aemter, aufweiche
das