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in kurzem durch Weichlichkeit und Wollust zer-störten/vormals allgewaltigen Freystaates. Inmajestätvollcn Tempeln hatte er Heilige von Ra-phael und Guido gesehen — Büberey aber inden Haüftrn derer/ welche die Tempel bedien-ten. Voll hievvn schrieb er/ ohne sonderbarseyn zu wollen/ eine sonderbare Antwort auf dieacademische Frage. Mit aller Macht der Be-redsamkeit schrieb er gegen die Rednerkunst; mitder Fackel der Wahrheit beleuchtete er der Kännt-nisse tauschendes Blendwerk. Da sich Rousseaugegen die Wissenschaften erklärt hatte/ so erschie-nen bald eine Menge Widerlegungen. In sei-ner Vorrede zum Narcisse (einemLustspiel/ daser einige Jahre hernach herausgab/) zeigt er,wie man ihn ganz mißverstanden habe. Einerder vornehmsten Gegner, der ihn öffentlich an-gegriffen hatte, war der verstorbne König inPohlen. Vermuthlich um diesem König (dersich damals in Lothringen aufhielt,) einen schmei-chelhaften Zeitvertreib zu verschaffen, schriebnun Palissot sein Lustspiel, die Philosophen.In diesem Stück wurde, nebst andern Gelehr-ten, auch Rousseau lächerlich gemacht. So-bald es der König erfuhr, ließ er, durch denGrafen von Tressan, an Rousseau schreiben undihn versichern, daß er gegen Palissot, der einM - Mitglied