Band 
Dritter Band.
JPEG-Download
 

4

te Männer herbey. Sein Hcrzcnsfteund war JacobWimpheling von Schlettstatt. Thomas Wolph,der jüngere, genoß seines besondern Beystands. Se-bastian Brandt kam auf seine Einladung von Baselnach Straßburg. Die Karthäuser und Iohannitecschäzten sich glücklich in seinem eben so angenehmenals lehrreichen Umgang. Selbst der Kayser Maxi-milian pflegte häufig seines Raths und würdigte ihnganz besonderer Vertraulichkeit. Für denselbenschrieb er einige Rcgierungvorschriften zusammen.

Ucberhaupt war er in seiner ganzen Lebensartbescheiden und mäßig, nur daß er zuweilen ein GlasWein zu viel trank. Vor seiner lezten Krankheit,sagt Beatus Rhenanus , erhielt er von einer from-men Tochter aus Augspurg, die keine Speisen znsich nahm, übrigens aber als eine redliche Personbekannt war, ein merkwürdiges Schreiben, in wel-chem sie ihm seinen nahen Tod ankündigte. Nichtim Geringsten beunruhigte ihn diese Zeitung. Siewurde aber erfüllt, und er starb den io. März i?io.Immer hatte er gegen den Verfall der Kirche ge-eyfcrt und sich nur damit beruhigt, daß bald eingrosser Reformator hervortreten werde.

Unter seinen herausgegebenen Werken erwähnenwir folgender:

Opera ^oarmis Oerloms. Urgentor. 1488'

Orationea varire aä dlcrum.

8 ermones in Orat. ckominic, Urgent. 1488.

A ;