Band 
Dritter Band.
JPEG-Download
 

verfolgt und ich entrann ihm auf Konstanz; alsich auf der Brücke etliche Cchweitzerbauern inweissen Iüppen sah, ward mir fo wol ums Herz,als wär ich dem Himmelreiche genahet. In Zürichtraf ich Landeslcute aus Wallis an, grosse Bachern«tcn; ich anerbot mich, siir sie zu betteln; sie solltenmich unterweisen; dieß thaten sie fo schlecht wiedie andern. Mit einem derselben gieng ich nachStraßburg und Schlctstadt; an letzterm Orte fan-den wir Hcrberg bey einem alten Ehepaar; wirbegaben uns zu meinem lieben, seligen Herrn Prä«ceptor, Johann Sapidus ; dieser sagte uns: Wennihr weidlich wollt studiren, dürft ihr mir nichtsbezahlen, wo nicht, so müßt ihr mich bezah-len , oder ich zieh Euch den Rock von demLeibe. — Dieß war die erste Schule, da michbeuchte, daß es recht zugieng. Schon war ichachtzehn Jahre alt und nicht einmal den Donatkonnte ich lesen; ich setzte mich unter die kleinenKinder, war aber wie eine Gluckhenne unter denHünlein. Der Mangel trieb mich von Schletsiadthinweg; eine Zeitlang blieb ich in Solothurn;allein manche Stunde gieng unbenutzt in derKirche verloren; ich kehrte also nach Hause undlernte schreiben und anders, ich weiß selber nicht,was es war. Ein junges Vettergen lehrte ichbuchstabiren; mit dem kommenden Frühling zogich, im Begleite von zween Brütern, wieder da«