»twtm bat mich , untcrweilen seinen Wein imSchiff zu bewahren; dafür sollte mir davon zutrinken erlaubt seyn; es war Veltlinerwcin ; ichkannte seine Kraft nicht und so ward ich berauscht;beym Eintritt in das Schiff fiel ich Häuptlingsnieder; man lachte meiner; der Wein kain mirbald aus dem Kopfe, als ein fürchterliches Ge-witter über uns losbrach. — Bey meiner Ankunftin Zürich nahm ich die Einkehr bey einer altenFrauen, Adelheid Hutmacherin; gewöhnlich hattesie fünf oder sechs Dirnen im Hause; diese wurdenvon lustigen Brudern unterhalten; ihr Wesenmißfiel mir; mit einem der bessern Gesellen hatteich ein abgesöndertcs Stübgen, aber wenig zuessen. Manchen Tag brachte ich zu, ohne eineKruste Brods zu geniessen; dann that ich Wasserin eine Pfanne, bat die Frau um ein wenigSalz, und so trank ich das Wasser, zur Stil-lung des Hungers wie zur Stillung des Durstes.Um den Zins für die Hausmiethe zu gewinnen,gieng ich als Botte über Feld; für eine MeileWegs bekam ich einen Batzen; auch half ichctwann Hol; tragen oder that sonst andere Dienste;dafür erhielt ich Speise und war sehr wohl zu-frieden.
Immer mußt' ich mich in Zürich arniseligbehelfen, bis mich Meister Heinrich WcrdmüllerB