ters begann er seine exegetischen Vorlesungen überdie Bücher des neuen Testaments. Den 28 Merz1557 erhielt er das Diaconat bey St. Peter, sezteaber sein exegetisches Collegium immer noch ftrt.Bey den übcrhand nemmenden Altersschrvachhcitcndes Biblianders , vertrat nun er seine Stelle undwurde Kollege seines ehmaligen Lehrers, des Pe.ler Martyrs. Den >9. Iun. 156; wurde erBiblianders wirklicher Nachfolger. So vortreflichseine Vorlesungen waren, so war er doch zu be.scheiden, um etwas davon druken zu lassen. Nichtohne Mühe beredete man ihn, seinen Commentarüber den Exodus ins Reine zu schreiben. Um soviel weniger warf er seine Vorlesungen zu Papier,je sicherer er sich auf sein ausserordcntliches Ge-dächtniß verlassen konnte. Geßners Bibliothek,die er selbst beträchtlich vermehrte, konnte er bey-nahe ganz auswendig. Ungemein erleichterte ersein Gedächtniß durch die Genauheit seiner Urtheils-kraft und durch ordnungsvolle Methode.
Da er wegen öfterer Anfalle von Podagrasehr oft zu Haus bleiben mußte, so verkürzte ersich auf dem Krankenlager die Zeit mit Verferti-gung verschiedener Schriften. Wenn er vor hef.tigem Schmerzen am ganzen Leib kein Glied regenkonnte, so brauchte er wenigstens die Zunge, um,ganz ohne alle Beyhilfe der Bücher, bloß aus dem