46
Joh. Peter von Crousaz, *)
\Jc ward zu Lausanne im I. i66z. gebohren.Zur Hauvtwissenschaft wählte er die Gottesgelehrt.hcit; in den übrigen Fachen der Gelehrsamkeitaber nahm er so zu , als wär jedes derselben ftinLieblingsfach gewesen.
Im I. 1707 ward er zum Prediger in sei,nem Geburtsorte ernennt. Zugleich erhielt er den««chemischen Lehrsml der Philosophie und MeßkunstIn seinen logischen Vorlesungen folgte er dem Leit-> faden eines Tschirnhausen und Leibnitz. Im I.1711 ward Barbeirac sein College. Mit besond,per Thätigkeit arbeiteten diese beede Gclcrtcn ander Verbesserung des Schulwesens. Bisher wardbey der Beförderung der Schüler von dem Rectorder Acadcmie in der Hauptkirche , in Anwesen-heit so wol des gesummten Rathes als der acadc«mischen Bürger eine lateinische und meistens wenigzweckmäßige Rede gehalten. Crousaz machte den
*) S. Rathlef gelehrtes Europa, Tb. III. f. 70.Titten, Iicher, besonders auch sein Eloge in den Mem.4 e l’Acad, des Sciences ä Paris, 1750,