Band 
Dritter Band.
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Noch int gleichen Jahre ward er Professorder hebräischen Spräche am Zürcher - Gymna-sium; 176? Professor der Beredsamkeit; 177; Pro-fessor am Collegio humanitatis und 1788 Profes-sor der Theologie. Dadurch ward dann allso feinerster und liebster Beruf — der Unterricht derje-nigen Jünglinge unserer Vaterstadt, die sich demStaate oder der Kirche wiedmcn wollen, und zudem Ende hin unsere höheren Schulen gewöhn,sich besuchen. Diesen schönen Beruf erfüllteUsteri während zwanzig Jahren Mlt einer beynaheBeyspiellosen Treue und Gewissenhaftigkeit, einemnicht zu ermüdenden Fleiß lind Eifer, und dannauch mit dem gesegnetesten Erfolge! Zu Zeugenruf ich euch alle auf, ihr viele hundert Jüng.linge, nun Männer unsers Zürichs, die ihr frü.her oder später, längere oder kürzere Zeit seinenUnterricht genossen habt — ihr wogtet den Se-ligen lieben oder nicht lieben — doch liebte ihnkein Guter nicht — das Zeugniß müßt ihr ihmalle geben, daß einen treueren Lehrer, der mehrmit Herz und Seele gearbeitet hätte, der mehrZeit und Fleiß auf feine Schüler verwandt, ihnenalle Nebenbeschäftigung und jede Art von Erho-lung mehr nachgesezt, gewissenhafter seine LehrersPflichten im weitesten Umfang des Worts erfüllthätte — jhr nie gekannt 1 Der würdigste Ernst,nur selten nicht gemildert, von der fröhlichsten