Natürforschendet Gesellschaften. 47
ungemein erleichtern, daher die Meßkunst, welche mitder Naturlehre unzertrennlich vereiniget ist, von denweisesten Männern für das beste Mittel angesehen wird,den Verstand und Ürtheilskraft zu schärfen. Niemandhat dieses in ein helleres Licht gesetzt als der unsterblicheWolf, der darüber an sich selbst die beste Probe ge-macht, und durch die Zergliederung der EuclidäischenLehrart, so tief in die Kenntnis der menschlichen Seeleeingedrungen, daß noch kein Sterblicher die Natur undWirkungen der Kräfte derselbigen, so deutlich entwickeltund in das helleste Licht gefetzt, als er es in seinenunvergleichlichen Werken gethan» Aus diesem Grund,rathet dieser grosse Weltweise mit st> viel Eifer an, sichauch nur aus dieser Absicht auf die mit der Meßkunstverbundene Naturlehre zu legen. Der fte Theil seinerLatinischen Meßkunst enthaltet hierüber so sürtreflicheAnmerkungen, daß, wenn wir nur dieses Werk von die-sen! grossen Mann in den Händm hätten, wir ihn den-noch als einen der grösten Gutthäter des menschlichenGeschlechts verehren mästen. Ueberdieses macht uns dieNaturlehre in unsern Schlüssen behutsam, und lehretuns, gegen die Uebereilungen und Vorurtheile auf unse-; rer Huth zu seyn, da man hier unzehliche Beyspiele: siehet, daß die wahrscheinlichsten Schlüsse der tiefsinnig-
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