tm Land Appenzell.
frißt/ worbey man aber wohl Acht zu geben hat, daßsich das Vieh nicht übertrinke, damit keine BauchflüZoder Durchläuf entstehen. 2. Das Gras, welchesnach eingesammletem zweyten Heu oder Embd im Herbstanwachset, wird von dem Vieh abgcetzet und so begierigeingeschlungen, baß es zu gähren anfangt und denBauch so heftig aufblähet, daß wenn man diesem Zu-fall , den man die volle nennet, nicht geschwind be-gegnen kan, das Vieh verreckt; wenn auch die gemein-lich gebräuchliche Mittel z. Ex. ein Ey im Hals zer-drückt , Theriac, das einblascn des Tabackrauchs insMaul, oder Wegrich - Wurzel mit Salz besprengt,Schwein - oder ander - Mist, auch etwün eine eiserneKetten rc. ins Maul gestoßen um das Vieh zum kauenund rülpsen zu vermögen, nichts verfangen'wollen,wird nicht weit von der Hust und Rückgrat, ein Wei-ser in den Bauch gestochen, durch welche Wunde derDunst ausfahrt, das Blähen aufhört, und die Wundesich von sechsten wieder schliesset. Die Volle entstehtmanchmahl auch im Frühjahr vom ersten Gras in denWeiden; ein Vieharzt hat als ein Geheimniß eröfnet,daß wenn man im Frühjahr einem jeden Stück Viehan dem ersten Tage ehe man es aus dem Stalle aufdie Weide gehen läßt, ; Handvoll Miet eingebe, ohne
Heu,