Band 
Erster Band.
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tm Land Appenzell.

IL7

abnimmt, und wenn man so fortfahret, zu strauchenanfanget, fo daß man genöthiget wird dasselbe zu ver-kaufen oder zu vertauschen. Dahingegen, wenn dasVieh fett und mager, feucht und trocken Gras zufressen findet, es bey Leib und Milch und gesund ver-bleibet ; man vermeynt aber auch, daß wenn man demVieh bey dergleichen Umstanden, ein wenig Heu zu frcfsen giebet, ehe es auf die Weid gehet und wiederumwenn es von der Weid zurückkommt, man obigem Uebelvorbauen könne.

;. Die Riet - und Streue - wiesen werden nichtgedünget, wenn man sie nicht zu Heuwachs anbauenwill; das allda sich befindende Wasser ertheilt ihnenschon die erforderliche Fruchtbarkeit; manchmahl aberwerden selbige, insonderheit in trocknen Sommern ge-wässeret, da man dann öfters, wenn dieses Wasser gut,die Riet-Wiesen bis auf ; mahl bemühen und diesesRiet-Heu den Pferden zur Fütterung einsammeln undaufbehalten kan; die Streue aber wird erst zu Herbst-Zeit abgemähet, zu der Scheur in etwas getrocknetauf einen Haufen gesammlet, und erst wenn sie nochmehr ausgetrocknet anfangt grau (schimlicht) zu wer-den und sich zu etwelcher Fäulniß neiget, unter Dachgebracht.

4. Die